Erste Alpentour 2014: Splügen-Maloja-Julier

Heute war es endlich soweit: Meine erste Alpentour diese Jahr wurde Wirklichkeit!!! Der Wetterbericht war zwar hier im Osten nicht ganz so gut, aber es sollte zumindest nicht regenen. Temperaturen um 15 Grad und auch auf den Pässen über 0, das war mir genug. Als ich dann heute Morgen um 06:30 aufstand die Überraschung: Strahlend blauer Himmel!! Das schien ein wunderschöner Tag zu werden! Also ging es unter die Dusche, dann Frühstück und dann bereit machen und lots ginge!! 07:45 fuhr ich los. Die Sonne war schon so warm dass ich mich entschloss das Winterfutter wieder rauszunehmen. Nachdem ich es im Koffer verstaut hatte ging es los. Praktisch kein Verkehr, an der Sonne schon angenehm warm allerdings am Schatten doch noch recht kühl – so ging es über Frauenfeld und Will in’s Toggenburg. Hier kamen dann die Wolken immer dichter, allerdings keine Regenwolken. Je höher ich hinauf fuhr desto kühler wurde es, war aber immer noch auszuhalten. Irgendwo dazwischen hab ich noch eine nächste Schnapszahl auf dem Kilometerzähler erreicht: 55555km! In Wildhaus waren dann noch 4 Grad, aber von da ging es ja wieder in’s Tal und es wurde schnell wieder wärmer. Auch die Sonne lies sich wieder blicken. Durchs Rheintal ging es über Chur und Thusis durch die Viamala den Hinterrhein hinauf bis nach Splügen. Bei einem kurzen Halt hab ich zwischendurch das Winterfutter wieder montiert da ich mir schon dachte dass es auf dem Splügenpass kalt sein würde.

In Splügen bog ich dann ab hinauf auf den Splügenpass. Da dies die erste Alpentour dieses Jahr (die letzte war vor ungefähr 7 Monaten…) ging ich es vorsichtig an. Die Serpentinen am Splügen sind meist auch ziemlich eng und nicht einfach zu fahren, da ist sowieso Vorsicht angesagt. Schon nach ein paar Serpentinen war ich wieder im Element und es ging immer besser. Oben auf dem Pass hielt ich dann kurz an. Die Temperatur war nahe 0 Grad, das Schlimme war aber der Wind der hier sehr kräftig blies. Nach ein paar Fotos ging es sofort weiter. Etwas weiter unten am Lago di Montespluga der nächste Fotohalt und kurz darauf etwas weiter unten nochmals. Danach ging es hinunter nach Chiavenna. Das Wetter besserte sich von Meter zu Meter…. Hier unten war es schon fast sommerliche 20 + Grad – wohl schon beinahe 25….. Da kaum Verkehr war kam ich gut durch und so hatte ich nicht allzu warm mit dem Winterfutter in der Jacke.

Von Chiavenna ging es dann hoch zum Maloja mit einem weiteren Fotohalt dazwischen. Wie schon auf praktisch dem ganzen Weg war auch hier wenig Verkehr, so konnte ich die Kurven so richtig geniessen!! Die Rampe gleich vor der Passhöhe mit den diversen Serpentinen war frei und ich konnte sie voll durchziehen. Oben auf dem Maloja war dann so quasi eine Wettergrenze. Während ich bis jetzt schon fast Sommer hatte, war da oben schon fast wieder Winter. Der Malojawind blies und das nicht wenig. Es war wieder recht kühl. Nach einem Fotohalt amSilsersee ging es zügig weiter nach Silvaplana. Hier bog ich dann ab Richtung Julierpass. Ich bin noch nie über den Julier gefahren bei so wenig Verkehr…. Upss stimmt nicht ganz, einmal mit dem Auto im Winter bei dichtem Schneetreiben am frühen Morgen – ist aber nicht wirklich zu vergleichen…. Heute wurde es immer kühler je weiter ich hoch fuhr aber weder Regen noch Schnee – Gott sei dank!! Auf der Passhöhe verzichtete ich auf einen halt und fuhr gleich weiter bis zum Marmorera Stausee. Hier machte ich dann einen weiteren Fotohalt.

Danach ging es hinunter nach Tiefencastel und von da Hoch auf die Lenzerheide und von dort weiter nach Chur. Hier war dann ein Tankstopp fällig…… Danach ging es das Rheintal hinunter nach Gams und von dort hinauf nach Wildhaus und dann das Toggenburg hinunter. Irgendwo da hielt ich nochmals an um mal etwas zu essen. Dann ging es weiter über Wattwil nach Mosnang und Fischingen, über den Rüetschberg nach Aadorf und über Frauenfeld zurück nach Hause wo ich um 18:15 ankam.

Es war ein echt super Tag, auch wenn die Temperaturen manchmal doch sehr kalt waren. Die Griffheizung hab ich aber nie gebraucht. Hat mich zwar überrascht wieviele Motorräder auf den Pässen doch schon unterwegs waren, aber sonst war praktisch auf dem ganzen Weg kaum Verkehr – wenn dass nur immer so wär… 482km sind es geworden welche mir Lust auf mehr gemacht haben.

Ich hab während der Tour die App „BikeTrip“ laufen lassen, hier noch etwas Zahlenspielerei vom Resultat daraus:

  • Länge: 482km
  • Kurven: 684 (hätte die App wirklich alle gezählt wären es mindestens das doppelte…….)
  • Maximale Schräglage: 42 Grad   (Ist das jetzt gut oder schlecht?? Stimmt das überhaupt??)
  • Maximale Höhe: 2291m  (Julierpass aber gemäss Google „nur“ 2284m, Splügen ist 2113m, der Maloja 1815m)
  • Total Höhenmeter: 6560m  – da ich wieder zu Hause bin ging es ebnesoviele runter….

Fotos gibt es hier

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