Motorradtouren 2012

Ist die 125 wirklich genug??

Die Frage war eigentlich schon beantwortet und ich hatte schon angefangen zu suchen was ich grösseres kaufen will. Inzwischen fuhr ich aber noch einige Touren:

Tour de Thurgau 3. Januar

Abe ich merkte immer mehr dass sie für grössere Touren einfach nicht start genug war. Auch die Sitzposition war bei längerem fahren nichts für meinen Rücken…. So kam es dass ich im März dann eine NC700X gekauft habe:

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Am 9. März hab ich sie abgeholt. Musste dann aber das Wochenende arbeiten…. So nahm ich mir am Montag einen Tag frei und furh meine erste grössere Tour ins Appenzellerland:

Appenzellerland 12. März

Machte riesigen Spass und ging auch von Tag zu Tag besser. Ich fuhr fast jede freie Minute….

 

Der erste Test mit meiner Orca: Ibergeregg 31. März

Am 31. März 2012 war es soweit: Ich machte meine erste grössere Tour mit meiner neuen Honda NC700X – ich gab ihr den Kosenamen Orca.

Wie schon fast der ganze März, war dieser letzte Tag des Monates sehr sonnig. Um 9:30 fuhr ich los. Es war noch einigermassen kühl, aber doch ertragbar. Über’s Tösstal ging as nach Uznach, dann über Pfäffikon SZ und Schwyz nach der Ibergeregg. Von dort aus ging es dann weiter über den Etzel und Kerenzerberg nach Wildhaus und wieder zurück nach Hause – Total 335 wunderbare Kilometer. Immer wieder unterbrochen wurde die Fahrt von Fotohalts. Ich musste diese aber etwas beschränken da ich sonst wohl jetzt noch unterwegs wäre….. Eine Auswahl der Fotos findet ihr unter dem Link unten.

Wie schon gesagt, war es ein strahlend schöner Tag und ich genoss wirklich jeden Kilometer. Aber am meisten spass machte die Fahrt von Schwyz hinauf auf die Ibergeregg. Die enge Strasse mit ihren zum Teil engen aber auch etlichen weiten Kurven macht einfach freude… Dabei bemerkte ich dass ich trotz noch wenig Erfahrung einiges dazugelernt habe in punkto Kurvenfahren. Aber auch die Einstellungen die wärend des ersten Service nach meinen Wünschen gemacht wurden haben ihres dazu beigetragen. Wie auch immer, es war eine tolle Fahrt hinauf. Oben dann das wohlverdiente Mittagessen. Danach ging es runter richtung Sihlsee und dann hinauf zum Etzel für den Kaffee. Von dort wieder hinunter nach Pfäffikon und dann über Mollis nach Kerenzerberg. Ich hab den Walensee noch nie so gesehen wie an diesem Tag – kein Wunder, in meiner Erinnerung aus der Kindheit kommt mir immer wieder ein Wort in den Sinn: Qualensee – mit den entsprechenden langen Stau’s….. Von da aus gin’s über Sargans nach Wildhaus und dann das Toggenburg herunter zurück nach Hause.

Es war ein wundervoller Tag mit einer wundervollen Fahrt. Ich denke, es werden noch etliche Folgen….

Fotos hier

Pfingsttour Klausen – Oberalp 27. Mai

Heute hab ich meine lang ersehnte erste Pässe Tour unternommen. Auf dem Programm standen der Klausenpass (1948m) und der Oberalppass (2044m). Gemäss Google würde dies eine Rundfahrt von 402km ergeben, schlussendlich waren es dann 431 wunderschöne Kilometer und wenn ich noch einen Beweis gebraucht hätte das ich das für mich richtige Motorrad gekauft habe, dann hätte ich den heute bekommen!! Meine Honda NC700X hat bewiesen das sie sich auch in den Alpen wohl fühlt und sowohl weite wie auch ganz enge Kehren problemlos meistert!! Ich habe wirklich jeden Meter genossen!!

Um Punkt 07:00 fuhr ich los. Leider war es bewölkt und für ende Mai doch recht kühl. Über das Tösstal ging es richtung Glarnerland bis Linthal. Da beginnt dann die Passstrasse auf den Klausenpass. Schon in den ersten Kehren fühlte ich mich pudelwohl auf der X und das ging so weiter bis ganz hinauf. Um 09:30 war ich dann bereits auf der Passhöhe – viel früher als ich eigentlich geplant hatte, aber da ich schon sehr früh losgefahren war, war bis da hin kaum Verkehr. Die Fahrt, vor allem natürlich die Passfahrt war einfach fantastisch. Dazu noch die Landschaft. In einigen Kurven türmten sich auf beiden Strassenseiten immer noch bis zu 4m (ist nicht übertrieben!!) hohe Schneemauern. Leider war auch hier der Himmel immer noch bewölkt und es war natürlich recht kühl – was will man auch auf fast 2000m…… Da oben war aber schon sehr viel Betrieb. Natürlich schon erstaunlich viele Biker, aber vor allem jede Menge Tourenskifahrer die den immer noch liegenden Schnee ausnutzten……. Von hier ging es hinunter nach Altdorf. Eigentlich fahr ich nicht so gerne den Berg hinunter (am liebsten würde ich nur immer rauf fahren….), liegt mir irgendwie nicht so recht….. Aber heute war es anders, ich genoss auch diese Talfahrt auf jedem Meter. Es war einfach fantastisch. Nur das Schmelzwasser das im oberen Teil wie Flüsse über die Strasse lief störte mich etwas. Aber das gehört in dieser Jahreszeit nun mal dazu……. Von hier ging es dann durch die Schöllenenschlucht am Teufelsstein – http://www.tell.ch/schweiz/teufelsstein.htm – und der Teufelsbrücke – http://de.wikipedia.org/wiki/Teufelsbruecke – vorbei nach Andermatt. Diese Strecke kann ich nur jedem mal empfehlen, der gerne in den Bergen rumkurvt….. Allerdings vielleicht nicht an einem Pfingstsonntag, der Verkehr war doch recht gross hier und das obwohl das Wetter nicht gerader super war. Auch die Schlucht ist doch recht imposant. Von Andermatt ging es dann hinauf auf den Oberalppass. Hier hat es ein paar sehr weite Kehren die wundervoll zu fahren sind, macht echt spass!! Um fast Punkt 11:00 war ich oben. Da es oben recht kalt war, fuhr ich bald wieder weiter. Von hier ging es in zum Teil sehr engen Kehren hinunter über Sedrun und Diesentis nach Ilanz. Auch diese Talfahrt ist mir erstaunlich leicht gefallen…. Kurz vor Ilanz kann man die Hauptstrasse rechts verlassen und den Berg hinauf über Obersaxen nach Ilanz fahren. Wenn ihr Zeit habt, kann ich das nur empfehlen, ist zwar meist eine sehr enge Strasse, aber eine tolle Aussicht und fast kein Verkehr…. Von Ilanz führt die Hauptstrasse rechts vom Rhein über Laax und Films nach Chur. Ich habe allerdings die Strasse links vom Rhein genommen die über Versam nach Bonaduz führt. Ist ebenfalls meist eine sehr enge Strasse, aber immer wieder hat man eine fantastische Aussicht auf die Rheinschlucht Ruinaulta – http://www.ruinaulta.ch/de/welcome.cfm – und dabei auch noch weniger Verkehr. In Versam empfehle ich einen Abstecher Richtung Versam Station. Die Strasse führt bis zum Grund der Schlucht, wo die Bahnstation Versam liegt. Etwa 1km nach dem Abbiegen gibt es im Wald einen Parkplatz mit 2 Aussichtsplattformen, hier empfiehlt sich eine Pause um diese beeindruckende Aussicht zu bewundern. Falls man sich den sehr engen Rest der auch sehr steilen Strasse zur Station spahren will kann man das, denn von der Plattform hat man die bessere Aussicht. Danch einfach wieder zurück auf die Strasse Richtung Bonaduz. Es folgen noch einige kurvenreiche enge Kilometer rauf und runter. Die oft buchstäblich in den Fels gehauene Strasse ist wirklich eng mit vielen unübersichtlichen Kurven. Es empfiehlt sich eine vorsichtige Fahrweise….. Immer wieder hat es kleine Nischen wo man sein Bike kurz hinstellen kann um die Schlucht oder auch die Strasse zu bewundern…….. Aber Vorsicht beim wieder wegfahren!!! Von Bonaduz ging es dann über Chur das Rheintal hinunter bis Gams. Von dort dann nochmals den Berg hinauf nach Wildhaus, dann das Toggenburg hinunter nach Wil und von dort zurück in meine Heimat wo ich um kurz nach 17:00 gesund, aber etwas Müde ankam.

Es war kurz gesagt einfach ein toller Tag!!

Fotos

Furka – Grimsel – Susten 23. Juni

Morgens 06:50 ging es los Richtung Innerschweiz um über Susten, Grimsel und Furka eine Motorradtour zu geniessen. Beim Start hier war das Wetter schon sehr schön, etwas kühl für gegen ende Juni aber sonst schön. Je weiter ich Richtung Innerschweiz kam, desto schlechter wurde das Wetter. Es sah zwar nicht nach Regen aus, aber es wurde immer düsterer und dementsprechend auch nicht wärmer….. Den ersten Halt legte ich in Brunnen direkt am Hafen ein. Hier kam mir auch der Gedanke statt mit dem Susten mit der Furka zu beginnen und eventuell über Nufenen und Gotthard zu fahren. Da aber das Wetter nicht wirklich schön war, fuhr ich bald wieder weiter. Von Brunnen ging es auf der Axenstrasse dem Urnersee erlang nach Altdorf und von da durch die Schöllenenschlucht bis Andermatt. Von dort ging es dann über Hospental und Realp auf die Furka. Beim hochfahren geriet ich dann sogar in Nebel welchen ich erst auf den letzten Metern hinter mir liess. Da war dann das Wetter schön, etwas Wolkig und recht kühl aber sonst gar nicht schlecht. Hier oben entschied ich mich dann die ursprünglich geplanten Pässe zu fahren und mir Nufenen und Gotthard für einen Wettermässig schöneren Tag aufzuheben. Von hier ging es hinunter Richtung Gletsch mit einem kurzen Zwischenhalt beim berühmten Hotel Belvedere direkt am Rohnegletscher. Naja, inzwischen ist der Gletscher so weit zurückgegangen, dass das Hotel nicht mehr direkt am Gletscher liegt. Von hier ging es dann hinunter nach Gletsch und von dort direkt wieder hoch auf den Grimselpass. Hier schien das Wetter wieder schlechter zu werden, was sich aber nach kurzer Zeit änderte so dass es auch Richtung Norden schöner wurde. Hier ist vor allem das Stausee-System interessant. Man sollte sich die Zeit nehmen und sich das ganze etwas anschauen. Beim Hotel Hospiz gibt es eine Infoplattform und auch einen Rundgang. Aber auch nur schon das Anschauen ist beeindruckend.

Danach ging es weiter nach Innertkirchen und von da aus hinauf zum Sustenpass. Für mich persönlich ist die fahrt auf den Sustenpass eine der schönsten die ich kenne. Einmal ist sie doch recht lang und dann ist die Strecke auch noch – gerade für Motorradfahrer – interessant mit vielen Kurven und Kehren aber auch gerade Strecken. Aussergewöhnlich am Susten ist, dass die Strasse nicht ganz hinauf bis zur Passhöhe führt, sondern diese in einem Tunnel kurz vor der Höhe „unterführt“. Auch die Aussicht unterwegs ist immer wieder sehenswert. Die Abfahrt Richtung Wassen ist dann nicht mehr ganz so lang aber ebenfalls sehr reizvoll.

Von Wassen ging es dann wieder Richtung Altdorf und dann über die Axenstrasse nach Schwyz und von da auf die Ibergeregg. Obwohl ich hier inzwischen schon einige male hochgefahren bin, finde ich die Strecke immer noch sehr reizvoll – vor allem da sie sehr kurvenreich ist.

Von der Ibergeregg ging es hinunter nach Unteriberg und zum Sihlsee bis Willerzell und von da hinauf zur Sattelegg. Diese ist zwar relativ kurz aber auch sehr reizvoll. Eigentlich wollte ich da oben einen Kaffee trinken, da aber just in diesem Moment eine dunkle Regenwolke da oben auftauchte entschied ich mich sofort weiterzufahren und den Kaffee später nachzuholen. Also ging es die ebenso Reizvolle Abfahrt hinunter bis Siebenen und von da über das Tösstal zurück nach Hause, wo ich um 17:45 ankam. Da ich mir am Grimsel etwas mehr Zeit für das Stausystem genommen habe, dauerte die fahrt etwas länger….. 447 Kilometer habe ich an diesem Tag zurückgelegt.

Obwohl das Wetter vor allem am Morgen nicht gerade toll war, war es ein wunderschöner Tag. Die Strecke hat mir sehr gut gefallen und ich könnte mir sehr gut vorstellen das ganze auch mal in entgegengesetzter Richtung zu fahren. Es war einmal mehr ein echt toller Tag auf meiner Maschine.

Fotos

12 Pässe Tour 29. Juni

Ursprünglich hatte ich eigentlich geplant das Stilfserjoch von Nord.. naja ist eigentlich eher Osten zu fahren. Nachdem ich aber bei Internetrecherchen erfahren habe, dass ich da mit Sicherheit nicht allein sein würde und auf dem Pass eher Jahrmarktstimmung als etwas anderes herrschen würde, entschied ich mich für einen anderen Weg. So kam ich auf diese Tour, welche insgesamt 12 ganz kleine, mittlere und auch grosse (sprich hohe ) Pässe enthält. Ich hielt mir aber die Option offen vielleicht doch noch einen Abstecher auf das Stilfserjoch zu machen – je nach dem….. Die 12 Pässe, die ich an diesem Tag fuhr:

Wildhaus 1095m

Lenzerheide 1473m

Albula 2312m

Bernina 2328m

Forcola di Livigno (IT) 2315m

Foscagno (IT) 2291m

Umbrail 2501m

Ofen 2149m

Flüela 2383m

Wolfgang 1631m

St. Luziesteig 713m

Wildhaus 1095m

Total ergab das 556km an einem Tag. Es war zwar Anstrengend – vor allem gegen Ende – aber auch sehr schön und hat viel Spass gemacht. Morgens um 06:15 fuhr ich los. Allerdings musste ich schon nach knapp 2.5km einen Zwischenstopp von etwa 30 Minuten einlegen, da ein heftiges Gewitter zu toben begann. Als ich zu Hause losfuhr sah es so aus als ob es schon vorbei sei, aber da kam dann doch noch mehr. Um die verlorene Zeit wieder aufzuholen beschloss ich bis Wil die Autobahn zu nutzen und dann ging es das Toggenburg hinauf, wo es teilweise nochmals zu Tropfen begann. Die Strasse war nass bis Wildhaus, erst hinunter nach Gams im Rheintal war dann die Strasse wieder trocken. Auch hier entschloss ich mich – ganz entgegen meiner sonstigen Meinung – bis Chur die Autobahn zu nutzen.

Von Chur ging es dann auf die Lenzerheide und von dort hinunter nach Tiefencastel. Auf dieser Strecke hatte ich zwar ab und zu einen Lastwagen vor mir, da aber ansonsten nicht viel Verkehr war, konnte ich sie gut überhohlen und kam gut vorwärts. Diese Strecke über die Lenzerheide ist echt schön und ich kann nur empfehlen sie mal zu fahren.

Von Tiefencastel ging es dann über Bergün auf den Albula und dann hinunter in’s Engadin nach La Punt. Diese Strecke ist echt eine Empfehlung an alle – nicht nur mit dem Motorrad. Der Verkehr ist relative gering, dafür ist die Strasse zum Teil recht schmal und es gilt gut aufzupassen. Aber auch Landschaftlich ist diese fahrt ein echter Knaller!! Dazu kommt noch die Bahn, welche bis sie in Preda im Tunnel verschwindet immer wieder sichtbar ist. Besonders imposant sind die Viadukte die sich immer wieder über das Tal spannen. Leider waren an diesem Tag einige für Renovationsarbeiten oder dergleichen eingehüllt. Da es doch recht kühl und windig war da oben fuhr ich bald wieder weiter. Auch die Abfahrt nach La Punt ist nicht schlecht, wenn auch viel kürzer.

Von La Punt ging es dann das Engadin hinauf bis Samedan und von da Richtung Pontresina und Berninapass. Da man im Engadin natürlich schon eine gewisse Höhe über Meer hat, ist die fahrt auf den Berninapass von dem her nichts Besonderes mehr. Aber landschaftlich kann man da ruhig auch ein paar Stopps einplanen. Vor allem die Gletscher die man immer wieder zu sehen kriegt sind es wert, wenn sie auch nicht mehr so eindrucksvoll sind wie auch schon. Da hier der Wind noch stärker und noch kühler als auf dem Albula war,

fuhr ich ebenfalls schnell wieder weiter.

Schon nach wenigen Kilometer zweigt dann die Strasse zur Forcola di Livigno ab. Das Schweizer Zollhaus ist gleich beim Abzweiger, war aber unbesetzt. Die fahrt bis zum Pass ist ebenfalls recht kurz und naja sagen wir mal durchschnittlich. Wobei ich nicht sagen will sie sei schlecht. Dort oben befindet sich das Italienische Zollhaus – war ebenfalls leer. Auch die Talfahrt bis Livigno ist nichts Besonderes.

Von Livigno ging es dann hoch auf den Foscagno. Zuerst geht es hoch bis Sant’Anna, dann eine kurze Abfahrt bevor es dann hoch geht zum eigentlichen Pass. Interessant auf der Passhöhe: Hier gibt es nochmals ein Italienisches Zollhaus und diesmal ist es besetzt. Der Zöllner wollte wissen woher ich komme und ob ich in Livigno etwas gekauft hätte. Nachdem ich beides wahrheitsgetreu beantwortet hatte, durfte ich weiterfahren. Von der Passhöhe ging es dann hinunter Richtung Bormio. Kurz vor Bormio zweigt dann die Strasse Stilfserjoch/Umbrail links ab – beziehungsweise eigentlich zweigt die Strasse nach Bormio rechts ab…. Die Fahrt hier hinauf ist fahrerisch recht anspruchsvoll. Die vielen Kehren sind meistens auch recht eng und man muss höllisch aufpassen. Vor allem auch auf den Gegenverkehr, da es auch hier oben viele Verkehrsteilnehmer gibt welche glauben die einzigen auf der Strasse zu sein. Des Öfteren kamen mir Motorräder, aber auch Autos auf meiner sonst schon schmalen Strassenseite entgegen. Also Vorsicht ist hier angesagt….. Bei der Prozession von Motorradfahrern die mir beim Hochfahren entgegenkam beschloss ich auf den Abstecher auf’s Stilfserjoch zu Verzichten. Ich war ja hier um das Motorradfahren und die Landschaft zu geniessen und nicht um Jahrmarkt zu feiern……. Ein paar Kilometer unterhalb des Stilfserjoch zweigt die Strasse Richtung Umbrail und damit Schweiz ab. Das italienischer Zollamt ist direkt beim Abzweiger, das schweizer auf dem Pass selber. Beide waren unbesetzt. Nach kurzem Aufenthalt fuhr ich auch hier bald wieder weiter. Die Abfahrt vom Umbrail bis nach Sta Maria ist fahrerisch recht anspruchsvoll und landschaftlich wunderschön. Der Umbrail hat zwei Besonderheiten: Vom Abzweiger von der Stilfserjochstrasse bis zur Passhöhe sind es nur wenige Meter und somit auch wenige Höhenmeter. Das zweite ist, dass ein Stück Strasse – irgendwo zwischen 1 und 2 km lang – ist nicht Asphaltiert. Es ist aber so festgefahren, dass es problemlos befahren werden kann, trotzdem ist Vorsicht angesagt, vor allem in den zwei Kehren.

Von Sta. Maria ging es dann hoch zum Ofenpass. Die gut ausgebaute, breite Strasse ist problemlos befahrbar. Auch hier fuhr ich nach kurzem Aufenthalt weiter. Wie schon die fahrt auf den Ofenpass ist auch die Abfahrt bis Zernez landschaftlich sehr schön. Ein grosser Teil davon führt durch den Schweizer Nationalpark. Von Zernez ging es nach Susch und von da dann hinauf auf den Flüelapass. Fahrerisch nicht allzu anspruchsvoll ist die Landschaft um so schöner. Auf dem Pass wehte einmal mehr ein eisiger Wind, wesshalb ich auch bald wieder weiter fuhr. Über Davos, den Wolfgangpass und Klosters ging es hinunter nach Lanquart.

Von Lanquart ging es dann das Rheintal hinunter über den St. Luziesteig auf der Lichtensteiner Seite bis Vaduz. Dort fuhr ich dann über den Rhein nach Sevelen und von dort über Buchs nach Gams. Von Gams war dann der letzte Pass für heute dran. Es ging hinauf nach Wildhaus, dann das Toggenburg hinunter bis Wil und von dort zurück nach Hause.

Es war einmal mehr ein toller Tag mit vielen Passfahrten welche ich ja so mag. Da ich einen grossen Teil des Tages auf über 1000m über Meereshöhe fuhr, war es auch mit der Wärme kein Problem – bis ich das Prättigau hinunter fuhr. Am extremsten war es dann das Rheintal hinunter. Aber im Grossen und ganzen war es trotzdem kein Problem. Die Länge der Tour war für mich ebenfalls an der oberen Grenze – sowohl Zeit- als auch Kilometer-mässig. Gegen Ende musste ich doch die eine oder andere Pause mehr einlegen da ich meinen Popo spürte…….. Natürlich war es auch wegen der zeitlichen Länge an der oberen Grenze. Da man ja immer voll Konzentriert fahren muss ist das natürlich Anstrengender…… Aber wie gesagt, es war ein sehr toller Tag…..

Fotos

Klausen – Pragelpass 4. Juli

Am Morgen um 07:35 fuhr ich los. Es ging über das Tösstal nach Uznach und von da über Glarus nach Linthal. Bis hier hatte ich durch Baustellen und diverse Eisenbahnbarrieren etwas Zeit verloren obwohl ansonsten nicht viel Verkehr war. In Linthal beginnt die Passfahrt auf den Klausen (wer meine früheren Tourenberichte kennt, weiss das schon…). Dieses war das dritte mal dass ich den Klausen hochfuhr – einmal mit dem Quad und nun zum zweiten mal mit meiner Orca. Dieses mal hatte es extrem weniger Verkehr, weshalb ich sehr schnell oben war. Auf dem Pass war der Parkplatzt beinahe leer…. Die Autos konnte man an einer Hand abzählen und mit Motorräder waren es – inklusive meinem – auch nur drei.

Trotzdem fuhr ich schnell wieder weiter. Auf der Abfahrt kamen mir ein paar Motorräder und ganz wenige Autos entgegen. Verkehr in meiner Richtung bemerkte ich keinen (ich wurde mal nicht überholt!!). Etwas sorgen machte mir aber das Wetter. Die Wolken wurden immer dunkler und ich befürchtete schon, dass es noch regnen würde…..

In Altdorf bog ich dann rechts ab über die Axenstrasse nach Brunnen und von da über Ibach Richtung Muotathal. Hier wurde das Wetter wieder allmählich besser. Das Muotathal kann ich euch nur mal empfehlen. Landschaftlich ist es einfach wunderschön und wenn ihr mal da in der Nähe seid solltet ihr euch die Zeit nehmen und dieses Tal besuchen – muss ja nicht unbedingt mit dem Motorradsein…… Im Dorf Muotathal beginnt dann der Aufstieg zum Pragel. Die Strasse ist extrem schmal, kurvenreich und dadurch natürlich auch unübersichtlich. Es empfiehlt sich deshalb hier sehr vorsichtig hochzufahren. Verkehr hat es zwar nicht allzu viel, aber trotzdem kann einem immer mal ein Auto oder Motorrad begegnen. Selbst für das kreuzen eines Autos mit einem Motorrad ausserhalb einer Ausweichzone wird es recht eng, besonders wenn der Autofahrer noch etwas Angst hat ganz an den Rand der Strasse zu fahren…….. Auch auf Kühe und deren Ausscheidungen auf der Strasse muss man gefasst sein!! Man sieht zwar nicht besonders weit auf der Passhöhe da sie in einem relativ engen Tal liegt, aber trotzdem ist die Landschaft wunderschön. Auf der Talfahrt Richtung Glarus bleibt die Strasse bis zum Klöntalersee sehr eng. Vom See an wird sie aber dann breiter und damit weniger gefährlich …. Der Klöntalersee ist für mich das absolute Highlight dieses Tales und auch meiner Tour heute. Der See und die Landschaft da sind wirklich wunderschön. Ich musste da einfach ein paar mal anhalten um die Landschaft zu bewundern und fotografieren…… Wenn man möchte kann man da natürlich auch noch ein Bad im See nehmen. Angeblich soll die Wassertemperatur um die 20 Grad sein während des Hochsommers, aber ich würde dafür nicht die Hand ins Feuer legen …….. nachdem ich mich sattgesehen hatte ging es dann weiter die kurze Abfahrt nach Netstal und von da wieder über das Tösstal zurück nach Hause wo ich um 14:45 ankam.

Zu erwähnen gilt es noch dass Samstag/Sonntag die Pragelpass-Strasse nicht durchgehend befahren werden kann. Ein paar Kilometer auf der Glarner Seite zwischen Richisau und der Kantonsgrenze sind für den Motorfahrzeugverkehr gesperrt. Die Passhöhe kann dann nur vom Muotathal her erreicht werden und die Talfahrt muss auf die gleiche Seite gemacht werden. Zum Klöntalersee kommt man dann dementsprechend nur von der Netstal oder Glarus. Unter der Woche ist der Pass aber offen – naja,

abgesehen wärend der Wintersperre natürlich!!

Es waren 309 einmal mehr wunderbare Kilometer die ich geniessen durfte.

Fotos

Am Untersee  18. August

6 Pässe Tour 2. Oktober

Heute Dienstag 2. Oktober wollte ich noch ein – wohl letzte – grosse Tour dieses Jahr fahren…. und auf jedenfalls sollte die Tremola, die alte Gotthardstrasse dabei sein. Deshalb hab ich mir folgende Route ausgedacht: Klausen – Susten – Grimsel – Nufenen – Gotthard und dann je nach dem…. naja es wurde nochmals der Klausen……

Tagwacht war um 05:30 und Punkt 06:00 ging es los über das Tösstal ging es Richtung Glarnerland zum Klausen. Es war recht kühl und noch stock dunkel. Bald schon fing es leicht an zu dämmern und ich sah, dass der Hochnebel sich langsam zu verziehen schien. Als ich aber dann endlich freie Sicht auf die Alpen hatte, sah es dort aber nicht besonders gut aus. Eine dunkle Hochnebelwand war dort sichtbar.. Als es dann endlich Richtung Klausen hoch ging kam ich mehrmals dich teils dichten Nebel, sogar die Passhöhe war im Nebel. Kurz vor halb neun war ich oben. Ausser ein paar Strassenarbeitern begegneten mir nur 2 oder 3 Autos. Ich war also praktisch alleine Unterwegs. Trotzdem musste ich wegen des Nebels etwas mehr Vorsicht walten lassen – vor allem auch bei der Abfahrt Richtung Altdorf. Kurz vor Altdorf fing es sogar an leicht zu Regnen. Ich merkte aber schnell das der Regen – eigentlich war es ehre Niesel – nur lokal sein konnte. In Altdorf dann kurz getankt und dann ging es weiter Richtung Wassen und dann auf den Sutsen. Die fahrt auf den Susten war einfach toll. Nur ganz wenig Verkehr und – endlich – freie Sicht, ja sogar zum Teil Sonne. Es war einfach ein Genuss!! Auf der Passhöhe war es ziemlich kalt weshalb ich auch hier gleich weiter fuhr. Auch die Abfahrt war super, wieder wenig Verkehr und nur in der Mitte etwas Nebel, war aber nicht schlimm. Der Susten ist einfach schön zum fahren und zwar von beiden Seiten!!

In Innertkirchen ging es dann links weg Richtung Grimsel. Hier war dann schon etwas mehr Verkehr, aber wirklich noch nicht schlimm… Auch der Grimsel ist schön zum fahren. Von dieser Seite relativ lang und kurvenreich und im Süden dann ziemlich kurz aber mit diversen Kehren….. Auch hier war es oben nicht besonders warm und auch vom Wetter her nicht so gut (Wolken – Nebel). Also fuhr ich auch hier gleich durch. Kaum ging es dann aber runter Richtung Gletsch wurde das Wetter schön, weshalb ich in einer der ersten Kehren anhielt um die Aussicht zu geniessen:

links der Rohnegletscher und die Rampe hinauf zur Furka, im Tal die noch junge Rhone und der Blick auf Glitsch und rechts das Wallis hinunter – einfach toll…..

Danach ging es hinunter nach Gletsch und dann über Ulrichen auf den Nufenen. Auch hier war nicht viel Verkehr und ebenfalls hier ein paar schöne Kurven. Es war das erste mal in meinem Leben dass ich auf dem Nufenen stand. Allein deshalb musste ich einfach kurz anhalten. Aber auch die Aussicht war hier oben wirklich super!! Nach kurzer Zeit ging es dann weiter Richtung Airolo.

Hier kam dann mein Highlight des Tages: Die fahrt auf den Gotthard über die alte Gotthardstrasse – die Tremolo!! Der grösste Teil davon ist Kopfsteinpflaster!!!! Eigentlich dachte ich dass ich danach sagen würde: einmal und nie wieder!! – aber so ist es nicht. Die Strasse ist gar nicht so holprig wie ich es mir vorgestellt hatte!! Versteht mich richtig – man wir natürlich durchgeschüttelt und für Sportler ist die Strasse sicher nichts (die sind auf der neuen Strasse aber bestens aufgehoben…). Aber über den Klausen zwischen Urnerboden und Passhöhe (natürlich auch umgekehrt) ist das durchschütteln viel schlimmer. Naja… ist ja gut für mich, denn es ist für mich nicht nur das Highlight des Tages – es gehört auch zu meinen persönlichen Highlights des Jahres!! Wenn man – wie ich – gerne Kehren fährt ist die Tremola genau das Richtige. Natürlich muss man etwas mehr Vorsicht walten lassen, aber trotzdem macht es spass. Werd ich mit Sicherheit wieder einmal fahren….. Oben war viel los – vor allem die Touristen…..!!! Deshalb fuhr ich weiter und machte etwas unterhalb einen kurzen Halt. Dann ging es weiter über Hospenthal, Andermal und Altdorf nochmals auf den Klausen.

Im Urnerland war das Wetter nicht so gut. Es hatte vermehrt Wolken und auf dem Weg zum Klausen kam ich dann wieder in den – zum Teil recht dichten – Nebel. Erst wenige Meter unterhalb der Passhöhe kam ich wieder aus dem Nebel. Da oben war es dann zwar etwas wolkig und ziemlich windig, aber doch so schön dass ich mein etwas spätes aber wohlverdientes Mittagessen auf der Terrasse genoss……. Danach ging es über das Glarnerland und Tösstal zurück nach Hause wo ich kurz nach 17:00 nach 521km ankam.

Es war einmal mehr eine wunderschöne Ausfahrt! Ich habe viel gesehen und viel Spass gehabt. Leider wird es für dieses Jahr wohl eine der letzten wenn nicht die letzte Ausfahrt über Pässe gewesen sein…. Naja wenn ich Glück habe reicht es für noch eine dieses Jahr – mal sehen…….

Fotos

San Bernadino Tour 6. Oktober

Eigentlich dachte ich ja dass die Tour vom letzten Dienstag 2.10. die letzte grosse Pässetour für dieses Jahr war. Da aber das Wetter für Freitag/Samstag doch nochmals gut wurde entschloss ich mich am Samstag 6.10. nochmals eine grosse Tour zu machen Der Wetterbericht sagte sogar am Samstag noch besseres Wetter voraus als am Freitag (er sollte auch recht behalten – für einmal…), so entschloss ich mich für eine der ganz langen Touren die mir noch im Kopf rumgeisterten: San Bernadino – Lukmanier – Oberalp – Ibergeregg – Sattelegg! Um es vorweg zu nehmen: es war einfach fantastisch – vor allem auch das Wetter!! Am Morgen war’s zwar sehr kalt – was um diese Jahreszeit eben auch sein kann, aber dafür war es den ganzen Tag über strahlender Sonnenschein bis kurz vor Ende der Tour plötzlich (wie angekündigt) Wolken auf kamen.

Dieses mal ging es um 05:50 los. Der erste Teil der Strecke führte mich über das Toggenburg und das Rheintal nach Bonaduz und dort dann dem Hinterrhein folgend nach Hinterrhein und von dort auf den San Bernadino. Die ersten paar Kilometer war noch etwas Nebel, dann aber war schon der Sternenhimmel zu sehen. Wie gesagt, es war ziemlich kühl an diesem Morgen. Dazu kam noch das Toggenburg hinauf und auch im Rheintal blies ein recht heftiger, kalter Wind. Ich war froh die warmen Sachen angezogen zu haben, so frohr ich nicht. Einzig an den Händen wurde es sehr kalt. Trotzdem liess ich meine Winterhandschuhe im Koffer und fuhr so weiter.

Das erste Highlight war dann nach Thusis die Viamala. Obwohl ich kurz vorher bereits gehalten hatte legte ich hier einen Stopp ein um zu fotografieren. Die Schlucht ist wirklich beeindruckend und auf jeden fall wert hier mal durchzufahren und auch anzuhalten! Auch fahrerisch ist die Strecke schön. Danach ist die Strecke bis Hinterrhein unterschiedlich. Sehr kurvenreiche Abschnitte (auch mit ein paar Kehren) wechseln sich mit langen geraden Abschnitten ab, die richtiggehend langweilig sind….. An einigen Stellen wird die Strasse dann plötzlich eng und bietet manchmal gerade genug Platz damit ein Motorrad ein Auto kreuzen kann. Es ist also trotz allem Vorsicht angesagt….. Trotzdem würde ich euch empfehlen die Hauptstrasse zu fahren und nicht die Autobahn. Sie ist zwar auch sehr kurvenreiche – speziell für eine Autobahn, aber lang nicht so interessant wie die Hauptstrasse…. Naja muss natürlich jeder – seinen Vorlieben entsprechend – selber entscheiden. In Hinterrhein – wo die Autobahn im Tunnel verschwindet – beginnt dann die eigentliche Passtrasse und damit der Spass!! Wenn ich richtig gezählt habe sind es ab hier 26 Spitzkehren die bis zur Passhöhe zu fahren sind. Drunter sind einige wirklich sehr enge…. Wenn man – wie ich – solche Passagen liebt, dann ist man am San Bernadino genau richtig!! Obwohl es auch hier – da fast die ganze Strecke immer noch im Schatten lag – sehr kühl war ( man darf da nicht vergessen dass Hinterrhein immerhin auf 1620m liegt), macht es einfach nur spass diese Kehren hochzukurven bis zur Passhöhe. Hier machte ich – da ich das erste mal hier war – einen zwischenhalt. Nach ein paar Fotos fuhr ich aber gleich weiter da ein sehr starker, kühler Wind wehte…. Auch hier gibt es unzählige Kehren. Offiziell endet die Passtrasse eigentlich in der Ortschaft San Bernadino – wo auch die Autobahn wieder aus dem Tunnel kommt – aber Kehren gibt es auch danach noch bis nach Mesocco und zwar insgesamt 52 (!) wenn ich Richtig gezählt habe (kommt auch drauf an was als Kehre angesehen wird und was nicht……). Interessant hier: auch die Autobahn überwindet die Höhenmeter hier mit diversen – allerdings natürlich sehr weiten und schnell fahrbaren – Kehren. Die Rennfahrer unter euch kommen da eventuell eher auf ihre Kosten…. Beeindruckend sind auch die Bauten für die Autobahn – passen zwar nicht unbedingt in’s Landschaftsbild, aber trotzdem beeindruckend….. Danach ging es weiter das Mesoccotal hinunter bis Arbedo (kurz vor Bellinzona). dort ging es dann rechts weg Richtung St. Gotthard. Der stand aber heute nicht auf dem Programm. In Bianca ging es dann wieder rechts weg Richtung Lukmanierpass.

Der Lukmanier ist vor allem landschaftlich sehr schön, fahrerisch ist er eigentlich problemlos… Ich lag hier sogar vor meinem schnellsten Zeitplan und war schon um 11:45 hier!! Nachdem es im Tessin sehr angenehm warm war, blies auf der Passhöhe wieder ein sehr kalter Wind. Deshalb verzichtete ich darauf, wie eigentlich gedacht hier oben mein Mittagessen einzunehmen und fuhr nach einem kurzen Halt gleich weiter. Die Abfahrt nach Disentis ist ebenfalls Landschaftlich sehr reizvoll aber nicht besonders lang.

In Disentis bog ich dann links ab Richtung Oberalppass. Die fahrt hinauf zum Pass bietet ein paar schöne langgezogene Kurven und aber auch einige enge Kehren – also alles was das (Motorrad-)Herz begehrt!!. Er macht mir – wie auch der Klausenpass – einfach immer wieder spass!!. Oben angekommen war ich etwas überrascht: Das erste mal heute auf einem Pass war es hier sehr angenehm: wenig Wind und von den Temperaturen her angenehm – naja für 2000m mindestens!! Ich war mich das auch von meinen vorherigen Besuchen hier nicht gewohnt. Da es inzwischen auch schon 13:00 war und ich wirklich langsam Hunger hatte entschloss ich mich hier nun mein Mittagessen einzunehmen. Ich war ja immer noch gut in der Zeit und so machte ich mal eine längere Pause und gönnte mir das Menü im Restaurant!! Nach einem – wenn man die Schweizer (Höhen-)Preise kennt – doch eher überraschend günstigen und trotzdem sehr guten Essen ging es dann weiter. Nach ein paar Kilometer praktisch gerader Strecke folgen dann ein paar weite, schnelle Kehren bis nach Andermatt. Von hier ging es dann die Schöllenen Schlucht hinunter Richtung Altdorf. Wie ich erwartet hatte war hier der Verkehr etwas grösser. Naja es waren Herbstferien und dann auch noch Samstag. Da wollten wohl einige Urlauber noch die Schlucht mal sehen……

Über die – ebenfalls recht stark befahrenen – Axenstrasse ging es dann nach Brunnen und von dort nach Schwyz. Von hier ging es auf die Ibergeregg. Hier war immer noch – wie schon den ganzen Sommer – eine grosse Baustelle. Da diese auch am Wochenende nur einspurig befahrbar war gab es da eine gewisse Wartezeit. Leider war diese etwas gar lang. Nach der Baustelle hielt ich kurz an um den Autos einen Vorsprung zu geben und die anderen Motorradfahrer vorbeizulassen. Danach war die Fahrt zur Passhöhe wie immer ein Genuss! Die Strasse ist sehr eng aber gut befahrbar. Kurz nach der Passhöhe machte ich einen kurzen Halt und fuhr dann weiter Richtung Ober- und Unteriberg. Von dort ging es dann weiter Richtung Willerzell.

In Willerzell bog ich dann rechts ab und fuhr auf die Sattelegg. Die kurze Passfahrt hat ein paar schöne meist recht langegezogene Kurven. Oben war dann so viel Los, dass ich mir die vorgesehene Kaffeepause verkniff und gleich weiter fuhr. Die Abfahrt Richtung Eiebnen ist sehr kurvenreich, darunter auch ein paar ganz enge. Da die Strasse auch nicht allzu breit ist, sollte man etwas Vorsicht walten lassen……

Von Sinnen ging es dann über Uznach nach Wald und von dort durchs Tösstal zurück nach Hause. Dort traf ich um 17:30 nach 541 wunderbaren Kilometern ein. Es war einmal mehr ein toller Tag. Ich habe wieder viel gesehen und konnte den Tag so richtig geniessen – selbst die kalten Stunden am Morgen…….. Leider wird es wohl endgültig die letzte Pässe Tour für dieses Jahr gewesen sein. Naja, muss ich mich eben über den Winter mit kleineren Touren begnügen und auf einen schönen nächsten Frühling/Sommer/Herbst nächstes Jahre hoffen…… Jebenfalls geht eine für mich sehr Tolle Motorradsaison zu Ende. Ich konnte diverse Pässe und auch andere schöne Strecken fahren und habe dabei viel gesehen und erlebt. Ich werde aber auch über den Winter so oft wie möglich mit meinem Motorrad unterwegs sein da ich einfach viel Spass damit habe…. Also in diesem Sinne: bis zu meiner nächsten Tour – allerdings wohl erst im nächsten Jahr……

Fotos

Silvestertour 2012

Bei tollem Wette mit angenehmen Temperaturen unternahm ich eine für 2012 letzte Tour! War wunderschön!! Unterwegs hab ich die 20000km mit meiner NC voll gemacht!

Hier noch ein paar Fotos

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