NC Forumtreffen Bebra 11. – 14. Juni 2015

Donnerstag 11. Juni – Die Anreise

Nachdem ich kurz vor 06:00 wach war stand ich auch gleich auf und machte mich fertig für die Abreise nach Bebra. Um 06:35 startete dann das Unternehmen Bebra 2015. Die Ausgesuchte Route führte mich erst bei Rasen über die Grenze nach Singen. Weiter ging es an Sigmaringen und Stuttgart vorbei, danach liess ich Würzburg rechts liegen und Fulda links.  Durch die Rhön führte mich dann die Strecke nach Bebra. Dafür dass ich die Strecke vor 2 Jahren eigentlich mal einfach schnell geplant hatte und dieses Jahr einfach ungesehen auf’s Navi geladen habe, waren da einige echt tolle Kurven dabei!! Hat richtig Spass gemacht!! Kurz nach 16:00 war ich nach 550km im Hotel. Das Zimmer bezogen und dann ne kühle Dusche, danach gesellte ich mich zu den Anderen die schon auf der Terrasse sassen. Dann begann ein gemütlicher Abend mit tollen gesprochen und viel Gelächter. Ich hab mich köstlich Amüsiert an diesem Abend, was dann wohl auch ein Grund war weshalb der Abend sehr lang wurde….

Das Treffen startete mit einem tollen Tag und ich war gespannt auf die nächsten Tage….

Freitag 12. Juni – Ein heisser Tag mit einer heissen Tour

Ich wachte schon sehr früh mit einem Brummschädel auf…. War wohl ein, zwei Biere zu viel am Donnerstag….. Kurz nach 7 ging ich dann mal zum Morgenessen runter. Danach ging es mir doch schon einiges Besser. Didi hatte mich ja schon am Abend versucht zu Überzeugen dass ich mit ihnen mitfahren soll. So brauchte es am Morgen nicht mehr viel um mich endgültig zu überzeugen. Ich war mir nicht sicher ob ich das Tempo welches sie anschlagen würden mitgehen können würde, gleichzeitig hat es mich aber doch gereizt das herauszufinden. Deshalb liess ich mich dann eben doch überreden. Ich hab es nicht bereut.

Der Morgen liess erahnen dass es wettermässig ein wunderschöner Tage werden würde, aber auch sonst war er wirklich toll!! Die Tour ging so um 10:00 bei schon recht warmen Temperaturen los. Es folgten gegen 400km die ich nicht so schnell vergessen werde. Viele Kurven in einer schönen Landschaft! Allerdings konnte ich von der Landschaft nicht viel sehen da ich mich die ganze Zeit voll auf die Fahrt konzentrieren musste. Die Jungs schlugen ein wahnsinniges Tempo an – vor allem in den Kurven – und ich war überrascht wie gut ich da mithalten konnte. Zwar nicht in allen Passagen aber da sie auf den Geraden nicht übertrieben konnte ich immer wieder aufholen. Jetzt nicht falsch verstehen, aber am meisten Spass hat es gemacht als ich direkt hinter Torsten, Didi und Patrick herfuhr die wohl unbestritten die 3 schnellsten der Gruppe waren. Da sah ich dann wie viel, oder vielmehr für mich erstaunlich wenig eigentlich noch fehlt um mit den Jungs ganz mitzuhalten. In den Serpentinen brauch ich mich definitiv nicht zu verstecken, aber das durch meine Alpentouren wohl am meisten Erfahrung damit habe…. In den restlichen Kurven gibt es aber schon noch einiges aufzuholen, vor allem in den ganz schnellen…. Bei dem Tempo das wir anschlugen stimmt dann öfter auch die Linie nicht mehr, da hab ich definitiv noch einiges aufzuholen. Am Nachmittag wurde es dann richig heiss – damit meine ich das Wetter!! Selbst der Fahrtwind konnte nicht mehr kühlen. Aber wir schafften es dann bis etwa 18:30 zurück in’s Hotel. Ich war todmüde, schlimmer als nach einer 650km Alpentour…. Während einer Tour ständig so hoch am persönlichen Limit zu fahren schlaucht doch ziemlich, dazu noch die Hitze…. Es tröstete mich aber das die anderen auch fertig waren. Trotzdem war es ein toller Tag mit einer tollen Tour mit einer tollen Truppe!! Ich hab dabei auch viel gelernt. Trotzdem muss ich aber sagen dass ich nicht immer so fahren könnte…..

Als wir ankamen ging es noch kurz unter die Dusche bevor es dann Abendessen gab. Danach folgte nochmals ein toller Abend wie schon am Tag zuvor. Waren natürlich einige Leute mehr da…. Der Abend wurde auch in etwa gleich lang und feucht wie der zuvor…… Aber auch ebenso toll!!

Samstag 13. Juni – Eine schöne gemütliche Tour ohne Regen

Wieder war ich früh wach, allerdings war der Brummschädel nicht mehr so gross….. Die Vorhersage hatte sich bewahrheitet und es regnete, hörte dann aber schon bald auf. Beim Morgenessen wurden dann die Listen mit den Tourguides und den entsprechenden Infos der Geschwindigkeit der Gruppen. Ich hatte mich ja schon im Voraus für eine gemütliche Gruppe als Guide zu verfügung gestellt. Zwar wollten einige wegen des Wetters – gerüchtehalber der eine oder andere auch wegen eines Brummschädel – nicht fahren, aber es kamen doch 5 Gruppen zusammen. Nachdem ich aus meinem Gefängnis befreit wurde – die Gangtüre in meinem Stockwerk liess sich nicht mehr öffnen und ich war oben gefangen, ich musste über den Notausgang eine kleine Tal- und Bergwanderung Unternehmen um raus oder rein zu kommen – musste ich mich beeilen um noch rechtzeitig fertig zu werden…. Natürlich hatte ich noch was vergessen und musste nochmal rauf….. Aber mit knapper Not schaffte ich es um 10:00 bereit zu sein!! Die Tour die Tim da für uns vorbereitet hatte war wirklich super! Viele schöne Kurven, meist kleinere oder ganz kleine Nebenstrassen, kaum Verkehr, so macht das fahren spass!! Da es für mich das erste mal als Tourguide war, hatte ich alle Hände voll zu tun alles im Griff zu haben. Sind alle da, was sagt das Navi wo es lang geht, ups da kommt ja schon wieder eine Kurve…. Das sind so einige der Probleme die ich zu meistern hatte. Dazu hatte ich dann noch zwei oder drei mal das Navi nicht so im Griff wie es sein sollte. Das alles ist aber wohl lernbar…. Meine Mitfahrer hatten aber wohl trotzdem ihren Spass – jedenfalls haben sie das gesagt…. Waren um die 250km die viel Spass gemacht haben. Um 17:30 waren wir dann wieder beim Hotel angekommen. Es folgte dann nochmals ein gemütlicher Abend mit vielen Gesprächen uns Gelächter. Dabei wurde auch noch das Fass Bier geleert welches Torsten auf seinem Motorrad mitgebracht hatte. Ich hielt mich was das Trinken anbelangt etwas zurück da ich ja am nächsten Tag eine lange Heimfahrt vor mir hatte… Ich machte dann auch etwas früher Schluss als die letzten beiden Abende, war aber auch todmüde nach den 3 Tagen….

Sonntag 14. Juni – Schöne Heimtour mit der (Regen-)Hölle zum Schluss

Wieder war ich früh wach, wenn auch nicht ganz so früh wie die letzten Tage… Ein Blick aus dem Fenster bewies mir dass hier das Wetter wieder auf schön umgestellt hatte. Das liess mich auf eine tolle Heimfahrt hoffen….Nach dem Morgenessen liess ich es aber gemütlich angehen. Ich wollte mich von so vielen wie möglich persöhnlich verabschieden, trotzdem fehlten einige…. Patrick bot mir an mich bis etwa Würzburg zu begleiten was ich sehr gerne annahm…. Um etwa 09:45 fuhren wir dann los. Erst durch die Rhön mit tollen Kurven an Fulda vorbei bis Würzburg. Dort verabschiedete sich dann Patrick wie abgemacht. Weiter ging es dann an Stuttgart vorbei Richtung Heimat.

Die ersten 470 Kilometer waren bei genial schönem Wetter einfach Toll!! Dann kamen aber sehr schnell dunkle Wolken auf und schon nach kurzer Zeit war mir klar dass ich nicht trocken nach Hause kommen würde. So hielt ich schon mal an um die Regenhose überzuziehen und die Regen-Innenjacke anzuziehen. Danach ging es dann schnell. Kaum losgefahren fing es wie aus Kübeln an zu Regnen und dass ist eigentlich noch untertrieben!! Die Temperatur viel innert ein paar Minuten von rund 25 Grad auf 11 oder 12 Grad. Riesige Tropfen prasseltet nur so nieder. Nach wenigen Minuten standen die Wiesen und Felder unter Wasser und dieses floss schon bald in Bächen über die Strassen. Ich würde es ja selber nicht glauben wenn ich es nicht selber erlebt hätte, aber ich übertreibe nicht. Das Wasser stand oder floss an vielen Orten über 10cm Hoch auf oder über die Strasse. Plötzlich waren dann die Wiesen und Felder nicht mehr grün, sondern weiss….. Mein erster Gedanke: Ist denn schon Winter??? Bald lagen dann die Hagelkörner auch auf der Strasse!! Immer wieder musste man sich durch kurze – so 2 – 5 Meter – Strassenabschnitte mit 20 – 30cm Hagelkörnern kämpfen. Glücklicherweise war von den Autos meist schon eine Fahrspur freigelegt… Der Verkehr was schon bald einmal zum stehen gekommen, da ging gar nichts mehr. Da der Gegenverkehr praktisch null war versuchte ich im Schritttempo die stehenden Autos zu überholen um irgendwie da raus zu kommen. Irgendwann führte dann die Strasse den Berg hinunter. Aber da war keine Strasse mehr zu sehen. Diese hatte sich buchstäblich in einen reissenden Bach verwandelt, da war nicht mehr von der Strasse zu sehen…. Hier ging dann endgültig nichts mehr. So beschloss ich umzudrehen und etwa 1km zurück zu fahren. Da war eine Abzweigung bei der ich mein Glück versuchen wollte. Tatsächlich hörte es da bald mal auf zu Regnen und kurze Zeit später war die Strasse sogar trocken!! Bei der ersten Tankstelle hielt ich an. Da das Benzin eh nicht bis nach Hause reichen würde beschloss ich da zu tanken und die Familie zu informieren was da grad abging. Danach fuhr ich sofort weiter um möglichst weit zu kommen solange es trocken bleib. Das ich nochmals in den Regen kommen würde war mir klar…. Kurz vor Singen war es dann so weit, es begann dann wieder heftig zu regnen. Zwar nicht so heftig wie vorhin, aber doch genug…. Da keine Besserung in Sicht war beschloss ich bis nach Hause durchzufahren wo ich ja dann auch ohne Probleme ankam.

Ich hab ja schon einige male während einer Tour Regen erwischt, aber sowas wie Heute hab ich noch nie erlebt, sowas hab ich eigentlich überhaupt noch nie erlebt. Es hat mich wirklich an den Weltuntergang erinnert – auch wenn ich nicht weiss wie der aussieht (und es hoffentlich auch nie erfahren muss!!). Polizei und Feuerwehr hatten alle Hände voll zu tun!! Eigentlich wollte ich mich mal irgendwo unterstellen und das Schlimmste ausstehen, aber ich war da mitten im Nirgendwo und wenn mal ein Dorf kam waren die trockenen Plätze gut besetzt. Ich hoff ja nur das ich sowas nie mehr erleben muss….

Auch wenn es einige Situationen gab wo es keine Rolle spielte welchen Reifen man drauf hat, war ich doch froh einen guten Regenreifen drauf zu haben…..

Zu Hause gab es dann ein paar Streicheleinheiten für Orca die ihre Sache einmal mehr einwandfrei erledigt hatte….

Fazit eines tollen Wochenendes

Ich muss gestehen dass ich sehr gespannt war wie dieses Treffen werden würde. Nach den ersten beiden war die Messlatte doch recht hoch. Ich wurde aber nicht enttäuscht. Für mich stand dieses Treffen den ersten beiden in nichts nach…. Schöne Touren, viele Gespräche mit viel Lachen. Dazu viele tolle Leute wieder gesehen und dazu fast ebensoviele neue kennengelernt. Dazu – abgesehen von den letzten Kilometern der Heimfahrt – einmal mehr Wetterglück. Es hat einfach riesigen Spass gemacht und ich bin – sofern nichts dazwischen kommt – nächstes Jahr wieder dabei.

Alle Fotos vom Treffen

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