Gardasee 22. – 26. Juni 2015

Tag 1 – Die Anreise

Es kommt selten vor dass ich erst vom Wecker geweckt werde, aber 03:30 ist selbst für mich doch etwas sehr früh…… Ich war sofort hell Wach und mein erster Gedanke war „Es geht los!!“.  Nach dem üblichen Morgenritual war es dann soweit. Die Uhr an Orca zeigte 04:13 als ich dann losfuhr. Die Strassen waren trocken und man sah zumindest teilweise die Sterne. Es schien als hätte ich nach der Unwetterfahrt bei der Bebra Heimfahrt mein Wetterglück wieder gefunden!! Doch schon im Nachbarort waren die Strassen nass!! Hoffentlich kein schlechtes Omen….. Um Zeit zu sparen – ansonsten hätte ich noch früher aufstehen müssen – fuhr ich auf die Autobahn und dort über St. Gallen in’s Rheintal bis Oberriet. Dort verliess ich sowohl die Autobahn als auch die Schweiz um über Rankweil auf das Furkajoch zu fahren. Inzwischen war es hell geworden und ich sah die drohenden dunkeln Wolken welche mich schon auf der Autobahn ein mulmiges Gefühl in der Magengegend bekommen liessen auf der linken Seite. Hoffentlich würden sie da bleiben, denn in meiner Richtung sah es gar nicht so schlecht aus auch wenn die Strassen bis hier hin nass waren und auch bis fast zum Treffpunkt mit dem Rest der Truppe so bleiben würden.

Je höher ich fuhr, desto kälter wurde es. So kam es dass auf dem Furkajoch noch 5 Grad herrschten. Für das Aushalten der Kälte wurde ich allerdings mit einem fantastischen Sonnenaufgang belohnt!! Allein für diesen Anblick hatte sich das frühe Aufstehen gelohnt!! Nach ein paar Minuten konnte ich mich aber losreissen und weiterfahren. Über Damüls ging es hinunter nach Au und dann weiter über das Hochtannenberg bis nach Stanzach. Dort bog ich dann ab Richtung Namlos. Bis hier hin haben sich immer links, rechts oder vorne dunkel drohende Wolken gezeigt. Zeitweise war ich nah dran anzuhalten um die Regensachen überzuziehen. Gut hab ich das nicht getan, denn auf dem Weg über Namlos nach Ehrwald wurde die Strasse trocken und die Wolken verschwanden. Es wurde sonnig und schon angenehm warm. Kurz nach 08:00 kam ich dort an. Ich war also früh genug, deshalb machte ich schnell an der Tankstelle halt um voll zu tanken und fuhr dann hoch zum Bahnhof. Nach einer Ehrenrunde da fuhr ich auf den Kiesplatz um da zu warten. Als ich den Motor aus machte sah ich schon eine Gruppe NC mit Markus an der Spitze die Strasse hochkommen. Einmal mehr ein fantastisches Timing von uns!! Kurz darauf kamen dann auch schon die Ulmer/Augsburger an.

Bei der allgemeinen Begrüssung erfuhr ich dann dass ich die Anfänger Gruppe anführen soll. Ich war zwar etwas überrascht, war aber absolut kein Problem – ganz im Gegenteil. In Bebra hat es mir sehr viel Spass gemacht ne Gruppe zu führen – also wieso nicht auch hier?? Hat sich dann auch so bewahrheitet, auch wenn es nicht immer ganz einfach wahr……

Relativ pünktlich fuhren wir so um 08:45 von hier los über den Fernpass nach Imst und dann durch das Ötztal auf das Timmelsjoch. Schon bald merkte ich das unsere unerfahrenste Mitfahrerin Micha vor allem in den Kurven so ihre Probleme hatte und stellte mich darauf ein so gut ich das eben konnte. Am Timmelsjoch hatte unser Micha so ihre Probleme, vor allem beim runterfahren. Dank der Hilfe von Flo und seiner Truppe kamen aber alle – wenn auch nicht jeder auf seinem eigenen Motorrad – heil runter. Es war schon recht späht und wir beschlossen erst mal beide Gruppen gemeinsam bei nächster Gelegenheit essen zu gehen. Danach würde sich dann der Rest von Micha und mir trennen da sie die geplante Tour bis zum Gardasee fahren würden. Ich würde dann mit Micha die kurventechnisch anspruchslosere Strecke über Meran, Bozen und Trento an den Gardasee fahren. Nach einem guten und reichhaltigen Mittagessen machten wir das dann auch so. Ohne weitere Probleme kamen wir da dann um 17:45 wohlbehalten an. Zu unserer Überraschung waren wir die ersten der drei Gruppen die da waren. Markus und seine Gruppe kamen dann ein paar Minuten später ebenfalls an. Wir bezogen unsere zwar kleinen aber schöneren und sauberen Zimmer. Dort ging es dann erst mal unter die Dusche. Als ich danach wieder runter ging war grad Flo mit dem Rest der Truppe angekommen. Der Tag fand seinen Ausklang in einem schönen, gemütlichen und lustigen Abend. Nach den 560km und 13 1/2 Stunden fahrt sehr müde ging ich dann kurz vor Mitternacht zu Bett. War ein echt schöner Tag.

Die Bilder des Tages gibt es hier

Tag 2 – Einmal Rund um den Gardasee extended

Anscheinend hatte ich mich schon an’s ganz früh aufstehen gewöhnt denn ich wachte um 03:30 auf…. Da mir das aber definitiv zu früh war drehte ich mich nochmals um. Bis 06:00 hab ich dann zusammengezählt vielleicht noch 30 Minuten geschlafen. Da ging nichts mehr, also stand ich auf…. Ich machte dann einen kleinen Spaziergang. In der Nacht hatte es schon mal geregnet und die Wolken liessen auch jetzt nichts gutes erwarten….. Als ich dann wieder zurück kam stand Markus auf dem Balkon. Er kam dann mit Ronny auch bald runter und wir spazierten dann Richtung das Fort welches mir bei der Ankunft am Tag vorher schon aufgefallen war. Da gibt es einen tollen Aussichtspunkt von dem man praktisch den ganzen Gardasee sehen konnte. Trotz der Wolken war die Aussicht toll und wir fragten uns wie es da bei Sonnenschein sein würde…… Auf dem Rückweg vielen dann die ersten Tropfen, wir kamen aber noch trocken beim Hotel an. Erst danach fing es dann so richtig an zu regnen. Bald schon gab es Frühstück und danach besserte sich das Wetter langsam.

Einige wollten eine schnelle Tour fahren, andere eine in die Berge. Da ich vom gestrigen Tag und dem schlechten Schlaf doch etwas müde war wollte ich da eigentlich bei beiden nicht mitfahren. So beschloss ich mich Flo anzuschliessen der mit Micha und Max eine gemütliche Tour machen wollte um ihr das Kurvenfahren etwas beizubringen. Ausserdem konnte ich ja  vielleicht auch mit der einen oder anderen Beobachtung helfen.

Keine Ahnung wann wir losfuhren, aber es ging hinunter nach Torbole und dann dem Ostufer entlang Richtung Süden. Dabei stellte sich bald heraus dass wir was Geraden und Kolonnen überholen betrifft einen neuen Forenraser gefunden haben!! Was Micha in den Kurven noch etwas vermissen liess, machte sie auf den Geraden, aber vor allem beim Kolonne überholen mehr als nur wett!! Trotzdem ging es recht langsam voran, aber es ging voran…. Nach einer kleinen Pause weiter oben machten wir dann in Garda eine längere Pause. Ich genehmigte mir da ein Eis und kam mir dabei vor wie ein Kleinkind…… Das Eis lief nur so davon über meine Hände, meine Schuhe und Kleider. Immerhin war ich wieder mal Kind…..

Hier kam glaub ich dann auch der Gedanke auf, die Tour etwas abzuändern und anstatt am Westufer zurück zu fahren an den Lago d’idro zu fahren. So machten wir es dann auch und es war eine sehr gute Entscheidung!! Die Gegend um den Lago d’idro ist wirklich sehr schön. Am See fanden wir dann eine Pizzeria wo wir etwas essen wollten. Leider wurde uns gesagt „Essen erst wieder ab 18:00“…. So tranken wir eben nur etwas. Irgendwann sahen wir dann in Richtung Norden dunkle Wolken aufziehen und beschlossen weiter zu fahren. Kurz nach dem See vielen dann schon die ersten Tropfen und so hielten wir nochmals an um unsere Regenklamotten anzuziehen. Danach ging es weiter an den Lago di Ledro. Nach ein paar Kilometern trennten Max und ich mich von Micha und Flo damit sie sich beim Kurvenfahren weniger abgelenkt fühlt. Am See warteten wir dann kurz auf die beiden und wurden nochmals gebeten bis Riva voraus zu fahren. Das taten wir dann auch und warteten kurz nach einem Kreisel. Irgendwann bekam dann Max einen Anruf von Flo dass er irgendwo falsch abgebogen sei und wir alleine zum Hotel zurück sollten was wir auch taten.

Nach einer Dusche und etwas trinken ging es dann noch zum Essen. Danach liessen wir den Abend bei viel Gesprächen, Gelächter und ein paar Bieren oder anderen Getränken ausklingen….

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Tag 3 – Aahh…. Venedig

Diese Nacht war ich das erste mal um 02:00 wach, konnte dann allerdings noch mal etwas schlafen. Trotzdem stand ich wieder um 06:00 auf. Diesmal nahm ich meinen Fotoapparat mit und machte nochmals einen Spaziergang zum Fort um ein paar Fotos der Aussicht dort zu machen und die Aussicht in der morgendlichen Ruhe zu geniessen. Als ich zurückkam war dann schon bald Morgenessen Zeit….

Während der Tour am Vortag war die Idee aufgekommen dass man nach Venedig fahren könnte. Meine Reaktion darauf: „Wenn es von der Distanz machbar ist bin ich dabei, ich war noch nie in Venedig“. Am Abend hat Flo das dann angeschaut und festgestellt dass die Hinfahrt auf der Autobahn etwa 200km sein würde. Wir beschlossen dies auf uns zu nehmen und relativ früh loszufahren um in Venedig ein paar Stunden Zeit zu haben. Zurück wollten wir dann Überland fahren wobei es uns egal wäre wann wir wieder zurück wären. So wurde es dann auch gemacht.

Ich weiss nicht mehr genau wann wir losfuhren, aber wir kamen gut voran. Zu uns vier von der Tour gestern hatte sich noch Matze gesellt der auch noch nie in Venedig war. Die andern drei waren alle schon mindestens ein mal da.

Nachdem wir über den Damm nach Venedig, wieder zurück auf’s Festland und nochmals über den Damm nach Venedig gefahren waren (wir hatten uns verfahren und konnten nicht mehr zurück….) fanden wir einen sichern Parkplatz für unsere Motorräder. Wir zogen uns um damit wir bei der Wärme nicht in den Motorradklamotten rumlaufen mussten und zogen dann los. Wir beschlossen quer durch die Stadt über die Ponte di Rialto zur Piazza San Marco zu laufen. Dabei hatten wir keinen genauen Plan welchen Weg wir gehen würden. Der Weg führte uns auf vielen Nebengassen zuerst zur Brücke und dann auf den Platz. Flo meinte im Nachhinein dass er die Stadt so noch nie gesehen habe und war beeindruckt. Ich persöhnlich war und bin immer noch sehr beeindruckt von dieser Stadt und finde dass man sie mal gesehen haben sollte. Ganz besonders wenn man mal in der Nähe ist und die Gelegenheit hat. Wir hatten das Glück in der Vorsaison da zu sein und so waren noch nicht ganz so viele Touristen da. Man kam recht gut durch die Gassen, bei den Nebengassen sowieso…. Auch der Markusplatz war nicht ganz so voll… Leider war die Rialtobrücke wegen Renovationen verhüllt…. Obwohl relativ wenige Touristen da waren, waren die Schlangen for dem Dogenpalast und den anderen Gebäuden die man eigentlich besichtigen sollte viel zu lang als das wir Lust (und auch Zeit) gehabt hätten da anzustehen. So verzichteten wir darauf, was sicher schade war aber den Eindruck den die Stadt auf mich gemacht hatte nicht schmälert.

Wir waren schlussendlich beinahe 4 Stunden in der Stadt unterwegs. Ich war froh bald wieder sitzen zu können…… Wir zogen unsere Motorradklamotten wieder an und fuhren los wieder über den Damm auf’s Festland um dann Überland zurück zu fahren. Keine Ahnung wo uns Flo überall hingeführt hat, aber irgendwann waren wir dann am Lago di Caldonazzo wo wir an der Strasse eine Pizzeria fanden und dort etwas gegessen haben. Danach fuhren wir dann über Trento zurück zum Hotel wo wir irgendwann nach 20:00 ankamen. Nach einer Dusche wurde es noch ein langer, gemütlicher und vor allem lustiger Abend. Ich hatte mich den ganzen Tag schon köstlich amüsiert und einige male gebogen vor Lachen. Am Abend hab ich dann sogar tränen gelacht. So um 00:30 beschloss ich dann zu Bett zu gehen. Ein paar andere hatten da aber noch keine Lust auf schlafen.

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Tag 4 – Die Osttour

Einmal mehr war ich früh wach, wenn auch nicht ganz so früh wie die letzten Tage. Dieses mal war es immerhin schon 06:30……. Nach meinem schon üblichen Morgenspatziergang wartete ich bis es Frühstück gab. Danach stellte sich dann heraus dass Matze – der gestern gefragt hatte ob ich mit ihm die Osttour fahren würde – doch lieber mit Tobi Offroad fahren wollte. Dafür wollte Ronny dabei sein. So fuhren wir zu zweit so um 10:00 los. Zuerst ging es hinüber nach Rovereto wo dann der Spass begann. Es ging dann irgendwo den Berg hinauf und es begann ein rauf und runter, links und rechts dass es nur so eine Freude war. Beim runterfahren vom ersten Pass machten wir kurz Kaffeepause. Dabei meinte Ronny: Fahr wie du dich wohl fühlst, ich folge dir. Mittagessen wann du willst….. Mit diesem Gedanken im Hinterkopf fuhr ich los…. und fuhr….. und fuhr….. Irgendwann mussten wir dann an einer Lichtanlage anhalten. Ronny fuhr neben mich und meinte: „Mir brennt der Ar…….!!“ Die fahrt hatte so viel Spass gemacht dass ich völlig vergessen hatte dass er eventuell eher eine Pause braucht als ich……. Ich glaub wir waren beinahe 3 Stunden ohne Pause gefahren…… so machten wir bei nächster Gelegenheit eine Pause. Da bei mir auch langsam sowas wie Hunger aufkam Frage ich aber er Hunger habe. Das Ja hätte kaum klarer sein können. So fuhren wir bald weiter um in der nächsten Ortschaft anzuhalten und etwas zu essen. Wie oft in der Gegend gab es um diese Zeit – es war glaub ich schon nach 14:00 – keine warme Küche. Aber immerhin belegte Brote konnten sie uns offerieren. Diese nahmen wir dann auch. Danach ging es nochmals über ein paar wirklich tolle Kurven hinüber in das Tal in welchem Riva liegt und dann die paar Kilometer zurück zum Hotel. Die 230 Kilometer heute waren wirklich echt toll. Viele Kurven und immer wieder rauf und runter – so wie ich es liebe….. Ich weiss aber nicht ob Ronny nochmals mit mir mitfahren würde – er musste doch etwas leiden, vor allem seine hintere Seite……

Abends gab es dann nochmals ein gemütliches Beisammensein wobei die Meisten doch relativ früh zu Bett gingen. Ist aber verständlich, da am nächsten Tag eine anstrengende Heimfahrt anstand…..

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Tag 5 – Die Heimreise

Heute war ich einmal mehr früh wach. Um 05:45 hielt ich es dann nicht mehr aus und stand auf. Ich packte leise die restlichen Dinge ein und verliess dann das Zimmer um einen letzten Morgenspaziergang zu unternehmen. Beim Fort genoss ich nochmals die wirklich schöne Aussicht. Zurück im Hotel wartete ich dann bis es Zeit für das Frühstück war. Danach dann noch meine Orca aufgetankt und alles für die Abfahrt bereit gemacht. Da ich mit Micha eine leichtere Route die für sie (noch) besser geeignet war fahren würde, verabschiedete ich mich vom Rest der Truppe. Etwa 08:45 fuhren wir dann los. Der Weg führte uns erst hinunter nach Rovereto auf die Autobahn Richtung Trento und Bozen. Weit vor Bozen wollte dann das Navi dass wir die Autobahn verlassen. Es waren dann wirklich noch einige Kilometer bis Bozen, da war wohl ein Wegpunkt von mir nicht genau gesetzt worden….. Aber egal, Autobahn ist ja eh nicht mein Ding…. Es ging dann weiter über Bozen und dann nach Meran. Dort ging es dann links weg in Richtung Reschenpass. Bis hier war die Strecke ja wenig anspruchsvoll und so auch für Micha absolut kein Problem. So wunderte ich mich nicht dass wir bis jetzt sehr gut vorwärts gekommen waren. Mit dem Reschen- und anschliessend noch dem Fernpass standen die Knackpunkte für Micha erst noch bevor und ich war schon gespannt wie sie sie meistern würde. Beide gehören sicher nicht  zu den schweren Pässen, deshalb hatte ich mich ja auch für diese Route entschieden. Trotzdem gibt es da die eine oder andere Kurve die ihr Können fordern würde….. Wie erwartet war der Verkehr vor allem Anfangs sehr gross. Die Motorradfahrer bogen dann aber fast alle Richtung Stilfserjoch und einige auch in’s Münstertal ab. Anscheinend war das aber auch bei einigen Autos der Fall da der Verkehr nach diesen Abzweigen merklich kleiner war. Auf dem Reschen machten wir dann am See beim bekannten Kirchturm im Wasser halt. Da ich noch nie ein Foto davon gemacht hatte wollte ich das nachholen. Micha hatte sich bis jetzt gut gehalten, sehr gut sogar. Allerdings waren wir ja nur den Berg hinauf gefahren was nicht ihre Hauptschierigkeit ist. Auch waren die Kehren welche wir hinter uns hatten eher „Z“ als Kehren. Aber trotzdem…… Nach dem Halt fuhren wir weiter hinunter nach Landeck.  Ich war letztes Jahr das erste und einzige mal mit dem Motorrad auf dem Reschen. Damals bin ich in Nauders in’s Engadin abgebogen. Die Strecke nach Landeck bin ich vor über 25 Jahren in beiden Richtungen ein paar mal gefahren, allerdings nur als Beifahrer. Ich konnte mich nicht wirklich daran erinnern wie es wirklich war. Ich war dann etwas überrascht dass  es da einige Passagen gab die an Steilen Felswänden entlang führten. Ich war auch gespannt wie meine Begleiterin diese meistern würde da sie ja auch mit Höhenangst zu kämpfen hat. Sie fuhr aber diese Passagen wie auch die wenigen Kehren zwar langsam aber sehr sicher. So kam es dass wir weiter sehr gut vorwärts kamen wenn auch nicht mehr ganz so schnell. Das war ja aber auch nie das Ziel….. Je weiter wir runter kamen desto einfach wurde auch die Strecke. Unten dann bogen wir ab Richtung Imst um den Fernpass in Angriff zu nehmen.  Hier war dann wieder einiges an Verkehr. So kam es dass wir nur langsam vorwärts kamen. Beim Rasthaus Zugspitzblick am Blindsee machten wir dann endlich den längst versprochenen Mittagshalt. Immerhin hatte ich es geschafft nicht in einer Pizzeria zu landen…… Auch wenn ich Pizza und Pasta liebe hatte ich zu diesem Zeitpunkt einfach genug davon… Warum wohl?? Nach dem Essen fuhren wir dann noch die 25 Kilometer hinunter nach Reutte wo ich mich dann wie abgemacht von Micha verabschiedete. Sie war heute für ihre Verhältnisse wirklich gut gefahren! Sehr gut sogar! Aber ich darf sie jetzt nicht weiter loben sonst steigt es ihr noch zu Kopf falls sie das liest…..

Mein Weg führte mich nun über Hochtannenberg, Furkajoch, Appenzell und Bütschwil zurück nach Hause. Ich hörte diese Woche ja öfter mal dass ich keinen Spass beim fahren gehabt haben soll, was ich aber jedesmal vehement bestreiten musste: Ich hatte diese Woche extrem viel Spass, sowohl beim fahren wie auch sonst!!! Um das Gerücht ein für alle male zu widerlegen liess ich es auf der restlichen Heimfahrt so richtig krachen – jedenfalls für meine Verhältnisse…… Was soll ich sagen? Hatte ich Spass? Na klar!! Mehr als vorher? Nein, nicht mehr aber auch nicht weniger als vorher an diesem Tag oder in den Tagen davor!! Damit ist dieses Gerücht hoffentlich endgültig vom Tisch!!

Die Bilder des Tages gibt es hier

Gardasee – ein Fazit

Es waren schlicht und einfach 5 tolle Tage mit tollen Leuten an einem tollen Ort (besonders zum Motorrad fahren!!)!!!! Das Hotel war gut, die Zimmer einfach aber sauber wie auch das Badezimmer. Patrick hatte es die Dusche angetan, die war nämlich riesig und füllte das halbe Bad das aber zugegebenermassen relativ klein war…… Das einzige Manko war da die Strasse an der das Hotel steht. Da ist am Tag extrem viel Verkehr. Auch in der Nacht ist es nicht wirklich ruhig. Ist wohl der Hauptgrund warum die Meisten nicht allzugut geschlafen habe……..

Die Umgebung hat für Motorradfahrer sehr viel zu bieten. Da kann man locker 10 Jahre für ne Woche hingehen und findet immer noch neue Touren… Wohl eher 20 Jahre….

Auf diesem Weg möchte ich mich nochmal bei Flo für die Organisation bedanken. Auch für die Tourenplanung. Obwohl ich davon nur eine vollständig und die Anfahrt halb gefahren bin….. Auch bei allen anderen dateigewesenen danke ich für die tollen Tage!! Es hat einfach nur spass gemacht!!

Insgesamt hab ich 1959km gemacht in diesen 5 Tagen. Am ersten Tag waren es 564km und bei der Heimfahrt 565km. Der Rest verteilt sich auf restlichen 3 Tage. Meine Orca hat beim nach Hause fahren dann noch die 95000km voll gemacht. Zu Hause waren es dann 95055km

Ein Kommentar:

  1. hallo rene,
    suuuuuper bericht … ;p
    bin dafür, dass wir beiden nächstes jahr in bregenz starten und vielleicht einen tag vor den anderen und dann nochmal venedig mit dogenpalast reinschieben … 😉

    gruessles micha

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