Dolomiten- und Bebra-Woche 9. – 17. Juni 2018

Tag 1 – 9. Juni 2018 – Anreise

Endlich ist er der… Der Tag der Abreise!! Ich hatte mich schon seit Wochen auf diesen Tag gefreut… Nachdem die letzten Arbeitswochen nicht einfach waren brauchte ich diese Pause und mit der Woche in den Dolomiten und in Bebra würde sie genau richtig beginnen!!

Ich hatte zwar nicht gut geschlafen, aber wenn man bedenkt wie es früher war…. Zum Beispiel 2013 als ich zum ersten NC Treffen nach Bebra gefahren bin – da hab ich die Nacht vorher überhaupt nicht geschlafen!! Das hat sich in den letzten Jahren doch stark verbessert…. So kam es eben dass ich etwas früher als geplant aufstand und dann eben schon um 07:17 (so die Anzeige auf dem AT Display) losfuhr.

Erst ging es nach Wil und dann über das Toggenburg in’s St. Galler Rheintal. Da bis Lanquart und dann das Prättigau hinauf nach Davos. Bis hier hin alles im normalen Rahmen…. Nun ging es mit dem Flüela über den ersten Pass in’s Engadin. War eine schöne fahrt und auch von der Temperatur her recht angenehm.

Im Engadin ging es dann erst nach Zernez und von da auf den Ofenpass. Ich war überrascht wie wenig Verkehr da herrschte und begann zu überlegen ob ich darum nicht doch den Umbrail und das Stilfserjoch fahren soll anstatt aussen rum zu fahren… In Santa Maria machte ich erst einen Tankhalt und beschloss da dann endgültig über die Pässe zu fahren.

So ging es erst über den immer wieder schön zu fahrenden Umbrail und dann auf’s Stilfserjoch. Hier oben war dann aber doch viel los. Viele Motorradfahrer standen rum – darum fuhr ich bald weiter…. Erstaunlich aber dann wieder dass auf der fahrt hinunter wie schon vorher von den vielen Leuten nicht allzu viel zu merken war. Selten hatte ich so wenig Verkehr am Joch wie heute….. Weiter ging es das Winschgau hinunter bis kurz vor Meran.

Was jetzt kam damit hatte ich nun überhaupt nicht gerechnet!! Wie gesagt kurz vor Meran bog ich rechts ab um auf einer Nebenstrasse weiter zu fahren bevor es dann hinauf auf den Passo Palade, wieder ein Stück hinunter und dann über den Passo Mendola zu fahren. WOW!! Was für eine schöne Strecke mit tollen Kurven und einer wunderschönen Landschaft!! Die fahrt hinunter vom Passo Mendola ist schlicht atemberaubend!! Was für eine Aussicht!! Was für eine Strecke – wenn auch teilweise etwas schmal!!

Unten durchquerten ich dann das Tal und fuhr auf der anderen Seite wieder hoch um über Monte San Pietro Nach Obereggen zu gelangen. Auch das war nochmals wunderschön! Ich war todmüde aber überglücklich über die schöne Tour die ich mir da ausgesucht hatte. Auf dem Zimmer musste ich mich erst einmal etwas ausruhen – aber nicht hinlegen sonst wär ich wohl eingeschlafen….. Dann ging es unter die Dusche und schon war Zeit zum Abendessen. Danach hab ich mich hingelegt um noch etwas fern zu sehen. Dauerte nicht lange und ich war eingeschlafen. Der Schlafmangel der letzten Wochen machte sich bemerkbar…. Irgendwann erwachte ich dann wieder und verzog mich endgültig unter die Decke.

Ich hätte nicht gedacht das die Tour so toll sein würde. Einen grossen Teil kannst ich ja schon und wusste das er schön zu fahren sein wird. Aber dass das Ende so toll sein würde – damit hatte ich nicht gerechnet. Da hab ich bei der Planung ein tolles Händchen gehabt. 425 tolle Kilometer waren das!!

Die Tour: Dolomiten 2018 – Tag 1 – Die Anreise

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Tag 2 – 10. Juni – Die Südtour

Ich hab es – dafür dass ich so früh eingeschlafen war – erstaunlich lange im Bett ausgehalten…. Aber da es erst ab 08:00 Frühstück gab musste ich dennoch einiges an Zeit totschlagen…. Der eine oder andere von euch weiss aber sicher dass das kein Problem für mich ist….. Nach dem Frühstück machte ich mich bereit und es ging um 09:00 los.

Da heute Sonntag war hatte ich mich für die Südtour entschlossen. Sie führte meist kleinere und weniger bekannt Pässe Südlich von Obereggen. Ich hoffte dadurch etwas weniger Verkehrt zu haben.

Über den Passo Lavazé ging es in’s Val di Fiemme und von da auf den Passo Manghen. Der Passo Manghen ist schon was besonderes. Ich bin ihn ja vor 2 Jahren schon mal gefahren und wusste was auf mich zukommt. Trotzdem hat es mich doch nochmals überrascht wie schmal die Strasse wirklich ist!! Schon für zwei Motorräder ist es relativ knapp um zu kreuzen…. Mit einem Auto wird es dann erst recht eng… Bei Gegenverkehr in einer Serpentine ist man dann erst recht gefordert!! Der Pass ist selbst für einen geübten Pässefahrer wie ich es glaube zu sein eine Herausvorderung!! Einem Anfänger würde ich davon abraten ihn zu fahren…..

Unten ging es dann etwas rauf und runter bevor dann der Passo Brocon begann. Irgendwie kam mir der gleich bekannt vor…. Oben wusste ich dann wieso. Den war ich letztes Jahr bei meiner Dolomitentour vom Gardasee aus gefahren – allerdings in umgekehrter Richtung.

Unten dann ein kurzer Tankhalt und weiter ging es ein Stück das Tal hinunter und dann hinauf auf den Croce d’Aune. Naja… irgendwie war ich nicht ganz oben. Ich hatte eine Nebenstrasse geplant die zwar erst nach dem Pass wieder in die Strasse einbog aber mit Sicherheit nicht schlechter war. Eine tolle Strecke in einer tollen Landschaft!!

Danach ging es dann eine längere Strecke Richtung Nord-Ost (so ungefähr) bis es dann in’s Valle du Mis ging. Vor lauter staunen über die wunderbare Landschaft vergass ich glatt einen Fotohalt einzulegen. Über einen Pass von dem ich den Namen nicht weiss ging es in ein Tal dessen Namen ich auch nicht weiss und dann nach ein paar Kilomtern wieder hinauf um auf den Passo Cereda zu fahren.

Weiter ging es wieder in’s Tal (oh Wunder!!) und dann auf den Passo Rolle. Einfach fantastisch dieser Pass. Tolle Kurven – Tolle Landschaft…. Und heute erstaunlich wenig Verkehr für einen so schönen Sonntag!! Weite ging es nochmals über den Passo Lavazé zurück nach Obereggen wo ich um etwa 17:00 wieder ankam.

Die Tour hatte mich echt überrascht!! So viel tolle Landschaft und tolle Pässe hätte ich nicht erwartet!! Einfach fantastisch!! Nur gut hatte ich sie so geplant!! Das waren tolle 322km um diesen Urlaub zu starten!!

Die Tour: Dolomiten 2018 – Tag 2 – Südtour

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Tag 3 – 11. Juni – Die Königstour

Ich nenne sie mal so…. Auch wenn ich noch gar nicht weiss was mich in den nächsten beiden Tagen noch erwartet…. Werd ich dann sehen!!

Nach einem reichhaltigen Frühstück ging es wieder um 09:00 los. Erst ging es runter nach Birchabruck und dann am Lago di Carezza vorbei über den Passo Costalungo und dann das Tal hinauf bis Canazei.

Hier startete dann die Runde mit Passo di Sella, Passo Gardena, Passo Campolongo und Passow Pordoi. Diese wollte ich um jeden Preis dieses Jahr fahren da ich sie letztes Jahr wegen einer Radveranstaltung nicht fertig fahren konnte. War eine gute Idee da nicht am Wochenende zu fahren….. Hatte zwar immer noch – wie fast überall heute – viele Motorräder unterwegs, aber lange nicht so viele wie letztes Jahr als ich an einem Sonntag hier war… Unterwegs hatte ich – wie den ganzen Tag – eigentlich immer freie Fahrt oder konnte zumindest problemlos überholen… Sind alle vier tolle Pässe, aber noch mehr imponierte mir hier die Natur!! Einfach fantastisch diese Felsen die man hier so richtig „hautnah“ erleben kann! Hat mich enorm beeindruckt – sogar noch mehr als letztes Jahr.

Danach fuhr ich über den Passo Fedaia um danach den Passo Falzarego in Angriff zu nehmen. Eigentlich dachte ich ich hätte das Highlight des Tages bereits hinter mir, aber das hier war ebenso beeindruckend!! Leider wurde ich von einem Gewitter gejagt und somit liess ich mir nicht so viel Zeit wie ich eigentlich wollte….

Nach dem Fotohalt oben fuhr ich hinunter Richtung Cortina d‘ Ampezzo um aber kurz vorher rechts abzubiegen und auf den Passo Giau zu fahren. Kaum zu glauben, aber der steht seinem Vorgänger in nichts nach!! Einfach toll!!

Danach ging es noch über den einen oder anderen kleineren Pass bevor es auf den Passo Duran ging. Alles wunderschöne Gegenden und auch schön zu fahren. Von hier fuhr ich dann zum Passo San Pellegrino – schliesslich wollte ich endlich wissen woher das gleichnamige Mineralwasser kommt 😉 . An diesem Pass hatte ich dann den ersten und auch einzigen Regen des Tages – für etwa eine Minute!! Danach fuhr ich dann zum Passo Lavazé und zurück nach Obereggen wo ich um etwa 17:00 wieder ankam.

Nach der einmaligen Tour gestern war das schon wieder ein unvergessliches Erlebnis heute! Diese Natur hier hat mich tief beeindruckt – mehr als ich es je erwartet hätte!! Ich wage mal zu bezweifeln dass das diese Woche noch zu toppen ist – lass mich aber gerne überraschen!! Waren fantastische 328km!! Und so viel Wetterglück wie ich heute hatte hat man auch nicht alle Tage… Da kann ich nur hoffen dass die Vorhersagen für morgen und übermorgen nicht so ganz stimmen!! Da sind Gewitter angesagt…..

Die Tour: Dolomiten 2018 – Tag 3 – Die Königstour

Die Fotos von Heute

Tag 4 – 12. Juni – Cortina im Regen….

Wieder ging es um etwa 09:00 los. Erst über den Karrerpass und dann über den Fedaia und den Passo Giau nach Cortina d‘ Ampezzo.  Am Passo Giau fing dann der Regen an und es blieb mir nichts anderes übrig als die Regenklamotten überzuziehen…. Der Rest der Tour war dann meist von Regen begleitet – mal mehr mal weniger…. Ab und zu hörte es aber auch auf…. So gab es eine gute Gelegenheit die Reifen (Conti TKC70) wieder mal im Regen zu testen!

Anfangs fuhr ich sehr vorsichtig durch den Regen da ich schon lange nicht mehr darin gefahren war und so etwas an Erfahrung vermisste…. Schnell fasste ich aber Vertrauen in den Reifen und mich selber….. So ging es erst hinunter nach Cotina und von da auf den Passo Tre Croci. Von da dann irgendwo an den 3 Zinnen vorbei das Tal hinunter. Leider waren zu dem Zeitpunkt die 3 Zinnen Wolkenverhangen und man konnte sie gar nicht sehen – zumindest ich nicht…. Irgenwann bog ich dann ab auf den Passo Cibiana. Kurz davor fing es an zu Donnern und Blitzen… Der Regen wurde immer stärker und auf dem Weg zum Pass flossen ganze Bäche über die Strasse!! Ich fuhr aber weiter denn es machte mir überraschenderweise Spass!! Es war einfach toll zu merken wie gut der Reifen im Regen funktioniert und ich – ohne es zu übertreiben – die Regenfahrt in einem guten Tempo hinter mich brachte.

Als nächstes war der Passo Duran dran. Der Regen hatte wieder etwas nachgelassen, hatte aber nicht aufgehört. Es machte richtig Spass da hoch und auf der anderen Seite wieder runter zu fahren. Ich kannte mich eigentlich gar nicht wieder, da ich eigentlich gar nicht gerne im Regen fahre!! Man lernt einfach nie aus!!

Nach dem Duran war eigentlich der Passo San Pellegrino geplant. Da ich den aber gestern erst gefahren war, überlegte ich mir ob ich nicht stattdessen den Passo Valles fahren sollte…. Sind von Osten her ein Stück weit die gleich Strecke bevor sie sich dann teilen. Bei der Anfahrt vermerkte ich dann dass es da heller wird!! Wenn ich die dringend nötige Pause noch etwas hinauszögern kann könnte ich sie eventuell im trockenen machen!! Irgendwann merkte ich dann dass es tatsächlich aufgehört hatte zu regnen…. Aber leider hatte sich auch die hellere Stelle am Himmel verzogen!! Ein kalter Wind blies da plötzlich und die Temperatur sank heute das erste mal unter 15 Grad!! Auf dem Passo Valles waren es dann nur noch 11 Grad. So zögerte ich die Pause noch etwas hinaus um zumindest dem Wind zu entgehen… Tatsächlich hab ich es dann noch geschafft die Pause im trockenen und bei wieder ein wenig wärmeren Temperaturen abzuhalten… Nach der Pause ging es dann noch das Tal ganz hinunter und dann über den Passo Lavazé zurück nach Obereggen.

301 tolle Kilometer sind es heute geworden. Trotz des Regens hatte ich überraschenderweise wieder unheimlich Spass!! Eigentlich hasse ich Regen beim Motorrad fahren, aber heute konnte mir einfach nichts und niemand meine gute Laune vermiesen!! Nach den tollen 3 letzten Tagen war das schlicht nicht möglich!! Ich war schon ziemlich lange nicht mehr so richtig im Regen gefahren weshalb mir auch etwas die Erfahrung fehlte. Es macht auch Laune zu merken wie das Vertrauen in den Reifen, aber auch in sein eigenes Können stetig steigt!! Anfangs war ich zwar nicht ängstlich aber doch sehr vorsichtig. Mit jedem Kilometer den ich fuhr stieg einerseits das Vertrauen in diesen Reifen, aber eben auch in mein eigenes können.

Für Morgen ist noch mehr Regen – vor allem aber Gewitter angesagt!! Schon gleich am Morgen….. Ich lass mich da überraschen und werde dann Entscheiden ob und was ich fahren werde. Immerhin soll am Donnerstag trocken sein – und zwar wie es aussieht die ganze Strecke nach Bebra!!!

Die Tour: Dolomiten 2018 – Tag 4 – Cortina d’ Ampezzo im Regen

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Tag 5 – 13. Juni – Pause wegen Regen und Nebel….

Eine Tour viel heute wegen Regen und zum Teil dichtem Nebel leider buchstäblich in‘s Wasser. So gab es eben einen Ruhetag mit viel Ruhe!!  Hat auch mal gut getan. Bin aber froh dass es morgen wieder auf Tour geht!! Hoffentlich bessert sich das Wetter wirklich so wie vorhergesagt……

Die Fotos von Heute

Tag 6 – 14. Juni – Von Obereggen nach Bebra mit gemütlichem Ausklang

Ich war früher als sonst in den letzten Tagen wach. Das war mir auch recht so, denn ich wollte möglichst früh los da doch immerhin etwas mehr als 700km auf mich warteten. Als erstes ein Blick aus dem Fenster. War zwar bei uns noch bewölkt, aber in der Richtung in die ich musste sah man schon die in der Sonne glänzenden noch schneebedeckten Gipfel. Sollte also alles gut werden was das Wetter betrifft…. So ging ich schon kurz nach 7 mal runter um zu sehen ob ich die Rechnung schon mal begleichen kann. Morgenessen war ja erst um 8. Das klappte dann auch problemlos und ich wurde darauf hingewiesen dass ich in etwa 5 Minuten bereits frühstücken könne. Kam mir natürlich recht dass es früher möglich war….

Nach dem reichhaltigen Frühstück wurden noch die restlichen Sachen gepackt und auf der AlpenTwin verstaut und es konnte los gehen. Es war 08:30 als ich los fuhr. Hier oben waren es so 12 Grad mit einem noch kühlen Wind. War aber auszuhalten… Erst ging es mal runter nach Bozen mit einem kurzen Tankstopp. In Bozen war es dann schon merklich wärmer – so um 20 Grad – und Sonne kam auch langsam raus…. Weiter dann nach Meran wo es dann schon deutlich über 20 Grad. Die Sonne hatte da schon richtig Kraft.  Vom Verkehr her war es nicht allzu schlimm. Ich kam besser vorwärts als gedacht.

Weiter ging es nach St. Leonhard und dann auf das Timmelsjoch. Es wurde mit jedem Höhenmeter merklich kühler, war aber auszuhalten. War unterwegs (noch) nicht allzu viel los und so war es eine richtig schöne fahrt hinauf. Oben genoss ich dann endlich mal die Aussicht von der Passhöhe nach Süden! War jetzt das vierte mal oben und hat vorher noch nie geklappt…. Das erste mal war dicker Nebel und man hat nichts gesehen. Die anderen 2 mal war zwar schön, aber da waren so viele Autos und Motorräder oben dass ich keine Lust hatte meine irgendwo dazwischen zu zwängen…. Heute waren nur etwa ein duzend Motorräder und ein oder zwei Auto oben. Kaum war ich abgestiegen machte es schwupp und ich stand alleine da oben!! Wenn auch nur für ein paar Minuten…. Es war 10 Grad da oben und ein kräftiger, kalter Wind blies. So beschloss ich bald weiter zu fahren. Allerdings schwante mir schon was da noch kommen könnte denn von Norden drängten sich die Wolken über die Passhöhe nach Süden wo sie sich in der Sonne dann aber meist auflösten….

Die ersten paar Meter fuhr ich dann in Nebel und die Temperatur viel sofort ein paar Grad. Das niedrigste was die AT angezeigt hat war glaub ich 6 Grad. Dazu blies der Wind noch etwas stärker und mir schien auch noch etwas kälter…. Gefühlt war es jeden falls wie Winter! Auch an der Mautstelle war es nach wie vor nicht mal 10 Grad… Aber kurz danach war es dann doch immerhin wieder über 10 Grad. Der Wind hielt aber noch eine weile an und vor allem war keine Sonne. Die Wolken hielten sich hier und es sah sogar teilweiser nach Regen aus. Der blieb aber aus. Erst unten Richtung Imst wurde es dann doch wieder angenehmer. Der Wind liess nach und war auch nicht mehr so kalt und die Temperatur war um 15 Grad. Aber anscheinend waren die Österreicher nicht brav….. Zumindest nicht so brav wie die Italiener! Die Wolken hielten sich hartnäckig… Ich hoffte schon mal dass die Deutschen wenigstens brav waren…. 😉

Von Imst ging es dann auf das Hahntennjoch. Es wurde natürlich nochmals merklich kühler und auch der Wind frischte nochmals auf. Nach einem kurzen Halt oben ging es weiter hinunter ins Lechtal und dann nach Reutte. Bei Füssen ging es dann auf die Autobahn. Begann ja mal gut denn kaum drauf war schon Stau….. Ich schlängelte mich durch und sah schon bald den Grund… Die deutsche Polizei hatte spass daran Stau zu verursachen und machte stichprobenweise Kontrolle…… Eigentlich war ich davon überzeugt dass ich mein Zeug zeigen dürfte, wurde aber durchgewunken…. Die restlichen knapp 500 Kilometer ging es dann auf der Bahn bis kurz vor Bebra wo ich dann kurz vor 18:00 ankam.

Nach einem wohlverdienten Bier das wir allerdings etwa 3 mal bestellen mussten – ich weiss nicht wer da meine ersten 2 weggetrunken hatt…. 😉 . Danach dann mal unter die Dusche und Abendessen. Den Abend liessen wir dann in einer für einige langen Nacht bei Getränken und Gesprächen in einer tollen Stimmung ausklingen.

Auch nach den absolut wahnsinns Tagen die ich in den Dolomiten (mal abgesehen vom Mittwoch…) erleben durfte war es einfach nur toll hier in Bebra bei den Mädels und Jungs zu sein. Der erste Abend – inklusive eines grossen Teil der Nacht… – war einfach fantastisch.

Die Tour: Von Obereggen nach Bebra

Die Fotos von Heute

Tag 7 – 15. Juni – Kleine Tour und gemütlicher Tag mit den Mädels und Jungs…

Nach einer kurzen Nacht wachte ich um 08:00 rum auf.. um 08:15 klingelte dann der Wecke meines Zimmernachbarn T (Name ist mir bekannt wird aber aus Datenschutzgründen nicht genannt… Dies gilt für alle weiteren Kürzel die für Namen stehen!!). Ich weiss ja nicht wozu man einen Wecker braucht wenn man doch nicht aufsteht – aber naja….. 😉 Er hat mich aber dann doch überrascht: Nachdem ich mich angezogen hab liess ich ihn wie von ihm gewünscht wissen dass ich Morgenessen gehe. Wie von der Tarantel gestochen schoss er aus dem Bett und rief „Ich geh duschen!!“. Mehr als ein „OK“ brachte ich vor erstaunen nicht heraus.

Ich war ja mehrfach darauf hingewiesen worden dass ander nie mehr ein Zimmer mit T teilen würden…. Ich kann das aber nicht nachvollziehen – auch nach den nächsten beiden Nächten nicht. Jedenfalls hat er sich mehr über mein (angebliches) Schnarchen beschwert als ich über seines…. Dabei schnarch ich gar nicht!! 😉

Beim Morgenessen konnte man sich dann wie üblich bei einem der Tourguides für eine der Touren eintragen. ich war natürlich mal wieder unschlüssig und wusste nicht so recht wo ich mit soll. Schliesslich schloss ich mich K und seiner Truppe an und machte da den Schluss. So fuhren wir los und kamen gefühlt eigentlich ganz gut vorwärts. Beim ersten halt meinte dann K dass wir noch immer 230km vor uns hätten…. Ich verstand die Welt nicht mehr…. Erst 20 oder 30km oder so sollten wir gefahren sein?? Da stimmte doch was nicht…. Naja – wir fuhren bald weiter und ich machte mir keine Gedanken mehr ….. Beim nächsten halt dann immer noch über 200km….. Hm….  Da es den ganzen Morgen immer wieder nieselte und die Strasse oft nass war suchten wir uns dann erst mal was wo wir was essen konnten. Dort wurde dann beschlossen danach zurück zu fahren. (Inzwischen glaub ich ja dass K uns absichtlich im Kreis rumführte damit wir immer mal wieder in Regen kommen und wir so die Tour kürzen würden…. Dieses Ziel hat er dann ja erreicht.. 😉 ).  Jedenfalls beschlossen wir dann auf relativ kurzem Weg zurück zum Hotel zu fahren.

Da das Wetter inzwischen richtig schön geworden war wollten einige dann nochmals eine kurze Tour fahren.  Ich verzichtete darauf und bestellte mir erst mal was zu trinken ( ausnahmsweise mal kein Bier….). Plötzlich kam H an und frage nach Hilfe beim ölen der Ketter an U’s NC. Wurde von mir doch glatt übernommen und das ohne H’s Hose oder Schuhe mit zu ölen!! 😉 Wir waren schon ein eingespieltes Team!! Nächstes Jahr beim Treffen – selber Tag, selber Ort, ungefähr selbe Zeit gerne wieder… Danach dann eine Dusche. Dann konnte der Abend – unterbrochen vom Abendessen 😉 – beginnen…. Es war nochmals ein schöner Abend der nicht ganz so lange dauerte wie der letzte….

Da es Heute nur Fotos mit Bebranern gibt werden diese hier aus Datenschutzgründen nicht veröffentlicht!!

Tag 8 – 16. Juni – Ederseetour und noch ein gemütlicher Abend……

Heute war ich früher wach als am Tag davor… Nachdem ich T geweckt hatte und er sich nach kurzem aufrichten wieder hingelegt ging ich erst mal frühstücken. Heute war ich mal wieder einer der ersten… Nach dem Frühstück dann nochmals rauf (Zähne müssen ja sauber werden….) und T nochmals wecken. Ich weiss zwar nicht mehr wann, aber er war nochmals recht früh unten zum Frühstücken…. 😉

Ich beschloss heute alleine zu fahren und hab mit P und H ausgemacht dass ich sie am Treffpunkt zum Mittagessen treffe würde. Was ich aber (mal wieder) nicht mitbekommen hatte war dass am vorherigen Abend beschlossen wurden eine andere Tour zu fahren…. Als ich dann endlich auch mein Handy wieder gefunden hatte – lag natürlich noch oben im Zimmer – fuhr ich dann als letzter auch los. Nachdem ich dann nach 2 Stunden noch immer keine der Gruppen eingeholt, überholt oder einfach gesehen hatte wurde mir langsam klar dass ich wohl nicht die selbe Tour fuhr wie sie. Zumindest nicht alle Gruppen…. Nach dem ersten Halt bemerkte ich dann aber plötzlich dass da eine NC X hinter mir her fur. Ich bemerkte schnell dass ich die Maschine auch kannte. Das musste A sein. So hielt ich nochmals an und wir beschlossen die Tour (Ederseetour) gemeinsam zu fahren. Trotz dem einen oder anderen Verfahrer war es eine tolle Tour. Die Anzahl Leute am Edersee hielt sich in Grenzen. Herzlichen Dank an A für die Begleitung – war schön mal wieder zusammen zu fahren.

Nach der Tour dann das übliche Prozedere…mit trinken/duschen/trinken/essen/trinken und seehr viel reden für meine Verhältnisse – wer mich länger und vor allem nüchtern kennt weiss was ich meine… 😉 – bis weit nach Mitternacht ging der Abend irgendwann dann doch zu Ende… Es war nochmals ein ganz toller, aber leider auch der letzte Abend. Zusammen mit dem bald einmal Rentner sass ich am Schluss noch da um in Erinnerungen rum zu kramen…. 🙂 Diesen Abend macht die Junge Dame welche uns Bier und andere Getränke herbeischleppte ihren Fehler von Donnerstag – die 2 vergessenen Bestellungen – wieder gut indem ich 2 mal das Bier hatte bevor ich es bestellen konnte!! Also alles vergeben und vergessen!! 😉

Die Fotos von Heute

Tag 9 – 17. Juni – Die Heimreise…

Heute war leider schon Abreisetag…. Immer wieder unglaublich wie schnell Tage vorbei sind wenn man Spass hat….. Ich war kurz nach sieben wach. Da ich das noch nicht gemacht hatte musste ich erst noch packen. Dank dem lärm war dann T schon mal aufgewacht und beschwerte sich. Ich ignorierte dass und machte weiter…. Dann liess ich ihn wissen dass ich zum Morgenessen ging – hat aber nicht besonders interessiert…. Danach holte ich noch den Rest runter – inklusive nochmaligem wecken von T – und packte alles wieder auf mein Motorrad.

Danach ging es an’s Verabschieden…. Einer nach dem anderen verliess das Hotel. Ich hatte es nicht eilig… Kurz nach 10 fuhr ich dann aber auch los. Die Heimfahrt war gar nicht mal so schlecht. Gab einige schöne, kurvige Strecken. Etwa 60km vor Schluss aber dann kam doch noch der Regen der mich bis zum Schluss nicht wieder nachliess…. Um 19:30 war ich dann aber auch zu Hause.

Da es Heute nur Fotos mit Bebranern gibt werden diese hier aus Datenschutzgründen nicht veröffentlicht!!

Ein Fazit zu den Dolomiten

Die Dolomiten haben mich schlicht und einfach fasziniert! Ich bin ja oft in den Alpen unterwegs auch weil mich die Berge einfach faszinieren. Aber die Dolomiten sind ganz was anderes als die Alpen bei uns. Diese Felsengebirge sind einmalig. Klar, auch die Touren sind super, aber die Natur da ist einmalig. Ich bin sehr fasziniert und denke dass ich nicht das letzte mal da war. Ich kann sie jedem der gerne Pässe fährt und/oder die Berge/Naur mag nur empfehlen!

Ein Fazit zu Bebra

Einmal mehr waren es tolle Tage. Tolle Leute wieder getroffen oder neu kennen gelernt. Viele Gespräche, gutes Essen, gute Getränke und auch schöne Touren. Ich möchte da auch nicht länger mit Superlativen um mich werfen und danke einfach allen die dabei waren und die wunderbaren Tage ermöglicht haben. Ganz besonders aber Danke ich allen die es zum Teil bis zu 3 Abenden am gleichen Tisch ausgehalten haben ohne bei meinem Gelaber den Tisch zu wechseln…. Danke an I, K, T, P, A, M, K2, K3, P2, H, S, M, S2 – oder anders gesagt allen von A bis Z….

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