Dolomiten- und Bebra-Woche 9. – 17. Juni 2018

Tag 1 – 9. Juni 2018 – Anreise

Endlich ist er der… Der Tag der Abreise!! Ich hatte mich schon seit Wochen auf diesen Tag gefreut… Nachdem die letzten Arbeitswochen nicht einfach waren brauchte ich diese Pause und mit der Woche in den Dolomiten und in Bebra würde sie genau richtig beginnen!!

Ich hatte zwar nicht gut geschlafen, aber wenn man bedenkt wie es früher war…. Zum Beispiel 2013 als ich zum ersten NC Treffen nach Bebra gefahren bin – da hab ich die Nacht vorher überhaupt nicht geschlafen!! Das hat sich in den letzten Jahren doch stark verbessert…. So kam es eben dass ich etwas früher als geplant aufstand und dann eben schon um 07:17 (so die Anzeige auf dem AT Display) losfuhr.

Erst ging es nach Wil und dann über das Toggenburg in’s St. Galler Rheintal. Da bis Lanquart und dann das Prättigau hinauf nach Davos. Bis hier hin alles im normalen Rahmen…. Nun ging es mit dem Flüela über den ersten Pass in’s Engadin. War eine schöne fahrt und auch von der Temperatur her recht angenehm.

Im Engadin ging es dann erst nach Zernez und von da auf den Ofenpass. Ich war überrascht wie wenig Verkehr da herrschte und begann zu überlegen ob ich darum nicht doch den Umbrail und das Stilfserjoch fahren soll anstatt aussen rum zu fahren… In Santa Maria machte ich erst einen Tankhalt und beschloss da dann endgültig über die Pässe zu fahren.

So ging es erst über den immer wieder schön zu fahrenden Umbrail und dann auf’s Stilfserjoch. Hier oben war dann aber doch viel los. Viele Motorradfahrer standen rum – darum fuhr ich bald weiter…. Erstaunlich aber dann wieder dass auf der fahrt hinunter wie schon vorher von den vielen Leuten nichts zu merken war. Selten hatte ich so wenig Verkehr am Joch wie heute….. Weiter ging es das Winschgau hinunter bis kurz vor Meran.

Was jetzt kam damit hatte ich nun überhaupt nicht gerechnet!! Wie gesagt kurz vor Meran bog ich rechts ab um auf einer Nebenstrasse weiter zu fahren bevor es dann hinauf auf den Passo Palade, wieder ein Stück hinunter und dann über den Passo Mendola zu fahren. WOW!! Was für eine schöne Strecke mit tollen Kurven und einer wunderschönen Landschaft!! Die fahrt hinunter vom Passo Mendola ist schlicht atemberaubend!! Was für eine Aussicht!! Was für eine Strecke – wenn auch teilweise etwas schmal!!

Unten durchquerten ich dann das Tal und fuhr auf der anderen Seite wieder hoch um über Monte San Pietro Nach Obereggen zu gelangen. Ich war todmüde aber überglücklich über die schöne Tour die ich mir da ausgesucht hatte. Auf dem Zimmer musste ich mich erst einmal etwas ausruhen – aber nicht hinlegen sonst wär ich wohl eingeschlafen….. Dann ging es unter die Dusche und schon war Zeit zum Abendessen. Danach hab ich mich hingelegt um noch etwas fern zu sehen. Dauerte nicht lange und ich war eingeschlafen. Der Schlafmangel der letzten Wochen machte sich bemerkbar…. Irgendwann erwachte ich dann wieder und verzog mich endgültig unter die Decke.

Ich hätte nicht gedacht das die Tour so toll sein würde. Einen grossen Teil kannst ich ja schon und wusste das er schön zu fahren sein wird. Aber dass das Ende so toll sein würde – damit hatte ich nicht gerechnet. Da hab ich bei der Planung ein tolles Händchen gehabt. 425 tolle Kilometer waren das!!

Die Tour: Dolomiten 2018 – Tag 1 – Die Anreise

Fotos von Heute

Tag 2 – 10. Juni – Die Südtour

Ich hab es – dafür dass ich so früh eingeschlafen war – erstaunlich lange im Bett ausgehalten…. Aber da es erst ab 08:00 Frühstück gab musste ich dennoch einiges an Zeit totschlagen…. Der eine oder andere von euch weiss aber sicher dass das kein Problem für mich ist….. Nach dem Frühstück machte ich mich bereit und es ging um 09:00 los.

Da heute Sonntag war hatte ich mich für die Südtour entschlossen. Sie führte meist kleinere und weniger bekannt Pässe Südlich von Obereggen. Ich hoffte dadurch etwas weniger Verkehrt zu haben.

Über den Passo Lavazé ging es in’s Val di Fiemme und von da auf den Passo Manghen. Der Passo Manghen ist schon was besonderes. Ich bin ihn ja vor 2 Jahren schon mal gefahren und wusste was auf mich zukommt. Trotzdem hat es mich doch nochmals überrascht wie schmal die Strasse wirklich ist!! Schon für zwei Motorräder ist es relativ knapp um zu kreuzen…. Mit einem Auto wird es dann erst recht eng… Bei Gegenverkehr in einer Serpentine ist man dann erst recht gefordert!! Der Pass ist selbst für einen geübten Pässefahrer wie ich es glaube zu sein eine Herausvorderung!! Einem Anfänger würde ich davon abraten ihn zu fahren…..

Unten ging es dann etwas rauf und runter bevor dann der Passo Brocon begann. Irgendwie kam mir der gleich bekannt vor…. Oben wusste ich dann wieso. Den war ich letztes Jahr bei meiner Dolomitentour vom Gardasee aus gefahren – allerdings in umgekehrter Richtung.

Unten dann ein kurzer Tankhalt und weiter ging es ein Stück das Tal hinunter und dann hinauf auf den Croce d’Aune. Naja… irgendwie war ich nicht ganz oben. Ich hatte eine Nebenstrasse geplant die zwar erst nach dem Pass wieder in die Strasse einbog aber mit Sicherheit nicht schlechter war. Eine tolle Strecke in einer tollen Landschaft!!

Danach ging es dann eine längere Strecke Richtung Nord-Ost (so ungefähr) bis es dann in’s Valle du Mis ging. Vor lauter staunen über die wunderbare Landschaft vergass ich glatt einen Fotohalt einzulegen. Über einen Pass von dem ich den Namen nicht weiss ging es in ein Tal dessen Namen ich auch nicht weiss und dann nach ein paar Kilomtern wieder hinauf um auf den Passo Cereda zu fahren.

Weiter ging es wieder in’s Tal (oh Wunder!!) und dann auf den Passo Rolle. Einfach fantastisch dieser Pass. Tolle Kurven – Tolle Landschaft…. Und heute erstaunlich wenig Verkehr für einen so schönen Sonntag!! Weite ging es nochmals über den Passo Lavazé zurück nach Obereggen wo ich um etwa 17:00 wieder ankam.

Die Tour hatte mich echt überrascht!! So viel tolle Landschaft und tolle Pässe hätte ich nicht erwartet!! Einfach fantastisch!! Nur gut hatte ich sie so geplant!! Das waren tolle 322km um diesen Urlaub zu starten!!

Die Tour: Dolomiten 2018 – Tag 2 – Südtour

Die Fotos von Heute

Tag 3 – 11. Juni – Die Königstour

Ich nenne sie mal so…. Auch wenn ich noch gar nicht weiss was mich in den nächsten beiden Tagen noch erwartet…. Werd ich dann sehen!!

Nach einem reichhaltigen Frühstück ging es wieder um 09:00 los. Erst ging es runter nach Birchabruck und dann am Lago di Carezza vorbei über den Passo Costalungo und dann das Tal hinauf bis Canazei.

Hier startete dann die Runde mit Passo di Sella, Passo Gardena, Passo Campolongo und Passow Pardoi. Diese wollte ich um jeden Preis dieses Jahr fahren da ich sie letztes Jahr wegen einer Radveranstaltung nicht fertig fahren konnte. War eine gute Idee da nicht am Wochenende zu fahren….. Hatte zwar immer noch – wie fast überall heute – viele Motorräder unterwegs, aber lange nicht so viele wie letztes Jahr als ich an einem Sonntag hier war… Unterwegs hatte ich – wie den ganzen Tag – eigentlich immer freie Fahrt oder konnte zumindest problemlos überholen… Sind alle vier tolle Pässe, aber noch mehr imponierte mir hier die Natur!! Einfach fantastisch diese Felsen die man hier so richtig „hautnah“ erleben kann! Hat mich enorm beeindruckt – sogar noch mehr als letztes Jahr.

Danach fuhr ich über den Passo Fedaia um danach den Passo Falzarego in Angriff zu nehmen. Eigentlich dachte ich ich hätte das Highlight des Tages bereits hinter mir, aber das hier war ebenso beeindruckend!! Leider wurde ich von einem Gewitter gejagt und somit liess ich mir nicht so viel Zeit wie ich eigentlich wollte….

Nach dem Fotohalt oben fuhr ich hinunter Richtung Cortina d‘ Ampezzo um aber kurz vorher rechts abzubiegen und auf den Passo Giau zu fahren. Kaum zu glauben, aber der steht seinem Vorgänger in nichts nach!! Einfach toll!!

Danach ging es noch über den einen oder anderen kleineren Pass bevor es auf den Passo Duran ging. Alles wunderschöne Gegenden und auch schön zu fahren. Von hier fuhr ich dann zum Passo San Pellegrino – schliesslich wollte ich endlich wissen woher das gleichnamige Mineralwasser kommt….. An diesem Pass hatte ich dann den ersten und auch einzigen Regen des Tages – für etwa eine Minute!! Danach fuhr ich dann zum Passo Lavazé und zurück nach Obereggen wo ich um etwa 17:00 wieder ankam.

Nach der einmaligen Tour gestern war das schon wieder ein unvergessliches Erlebnis heute! Diese Natur hier hat mich tief beeindruckt – mehr als ich es je erwartet hätte!! Ich wage mal zu bezweifeln dass das diese Woche noch zu toppen ist – lass mich aber gerne überraschen!! Waren fantastische 328km!! Und so viel Wetterglück wie ich heute hatte hat man auch nicht alle Tage… Da kann ich nur hoffen dass die Vorhersagen für morgen und übermorgen nicht so ganz stimmen!! Da sind Gewitter angesagt…..

Die Tour: Dolomiten 2018 – Tag 3 – Die Königstour

Die Fotos von Heute

Tag 4 – 12. Juni

Wieder ging es um etwa 09:00 los. Erst über den Karrerpass und dann über den Fedaia und den Passo Giau nach Cortina d‘ Ampezzo.  Am Passo Giau fing dann der Regen an und es blieb mir nichts anderes übrig als die Regenklamotten überzuziehen…. Der Rest der Tour war dann meist von Regen begleitet – mal mehr mal weniger…. Ab und zu hörte es aber auch auf…. So gab es eine gute Gelegenheit die Reifen (Conti TKC70) wieder mal im Regen zu testen!

Anfangs fuhr ich sehr vorsichtig durch den Regen da ich schon lange nicht mehr darin gefahren war und so etwas an Erfahrung vermisste…. Schnell fasste ich aber Vertrauen in den Reifen und mich selber….. So ging es erst hinunter nach Cotina und von da auf den Passo Tre Croci. Von da dann an den 3 Zinnen vorbei das Tal hinunter. Leider waren zu dem Zeitpunkt die 3 Zinnen Wolkenverhangen und man konnte sie gar nicht sehen – zumindest ich nicht…. Irgenwann bog ich dann ab auf den Passo Cibiana. Kurz davor fing es an zu Donnern und Blitzen… Der Regen wurde immer stärker und auf dem Weg zum Pass flossen ganze Bäche über die Strasse!! Ich fuhr aber weiter denn es machte mir überraschenderweise Spass!! Es war einfach toll zu merken wie gut der Reifen im Regen funktioniert und ich – ohne es zu übertreiben – die Regenfahrt in einem guten Tempo hinter mich brachte.

Als nächstes war der Passo Duran dran. Der Regen hatte wieder etwas nachgelassen, hatte aber nicht aufgehört. Es machte richtig Spass da hoch und auf der anderen Seite wieder runter zu fahren. Ich kannte mich eigentlich gar nicht wieder, da ich eigentlich gar nicht gerne im Regen fahre!! Man lernt einfach nie aus!!

Nach dem Duran war eigentlich der Passo San Pellegrino geplant. Da ich den aber gestern erst gefahren war, überlegte ich mir ob ich nicht stattdessen den Passo Valles fahren sollte…. Sind von Osten her ein Stück weit die gleich Strecke bevor sie sich dann teilen. Bei der Anfahrt vermerkte ich dann dass es da heller wird!! Wenn ich die dringend nötige Pause noch etwas hinauszögern kann könnte ich sie eventuell im trockenen machen!! Irgendwann merkte ich dann dass es tatsächlich aufgehört hatte zu regnen…. Aber leider hatte sich auch die hellere Stelle am Himmel verzogen!! Ein kalter Wind blies da plötzlich und die Temperatur sank heute das erste mal unter 15 Grad!! Auf dem Passo Valles waren es dann nur noch 11 Grad. So zögerte ich die Pause noch etwas hinaus um zumindest dem Wind zu entgehen… Tatsächlich hab ich es dann noch geschafft die Pause im trockenen und bei wieder ein wenig wärmeren Temperaturen abzuhalten… Nach der Pause ging es dann noch das Tal ganz hinunter und dann über den Passo Lavazé zurück nach Obereggen.

301 tolle Kilometer sind es heute geworden. Trotz des Regens hatte ich überraschenderweise wieder unheimlich Spass!! Eigentlich hasse ich Regen beim Motorrad fahren, aber heute konnte mir einfach nichts und niemand meine gute Laune vermiesen!! Nach den tollen 3 letzten Tagen war das schlicht nicht möglich!! Ich war schon ziemlich lange nicht mehr so richtig im Regen gefahren weshalb mir auch etwas die Erfahrung fehlte. Es macht auch Laune zu merken wie das Vertrauen in den Reifen, aber auch in sein eigenes Können stetig steigt!! Anfangs war ich zwar nicht ängstlich aber doch sehr vorsichtig. Mit jedem Kilometer den ich fuhr stieg einerseits das Vertrauen in diesen Reifen, aber eben auch in mein eigenes können.

Für Morgen ist noch mehr Regen – vor allem aber Gewitter angesagt!! Schon gleich am Morgen….. Ich lass mich da überraschen und werde dann Entscheiden ob und was ich fahren werde. Immerhin soll am Donnerstag trocken sein – und zwar wie es aussieht die ganze Strecke nach Bebra!!!

Die Tour: Dolomiten 2018 – Tag 4 – Cortina d’ Ampezzo im Regen

Die Fotos von Heute

Tag 5 – 13. Juni

Eine Tour viel heute wegen Regen und zum Teil dichtem Nebel leider buchstäblich in‘s Wasser. So gab es eben einen Ruhetag mit viel Ruhe!!  Hat auch mal gut getan. Bin aber froh dass es morgen wieder auf Tour geht!! Hoffentlich bessert sich das Wetter wirklich so wie vorhergesagt……

Die Fotos von Heute

Tag 6 – 14. Juni

 

Tag 7 – 15. Juni

 

Tag 8 – 16. Juni

 

Tag 9 – 17. Juni

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